Panik ist ein schlechter Ratgeber – das weiß auch Rintelns Bürgermeisterin Andrea Lange. Doch statt wegzuschauen, geht die Stadt neue Wege: Mit einer kostenfreien Veranstaltungsreihe für die Generation 60+ zeigt sie, dass Krisenvorsorge nicht angsteinflößend sein muss.
Ins Leben gerufen von Christel Grannemann-Bülte, startet das Konzept am 17. Oktober im Dorfgemeinschaftshaus Engern und setzt sich am 7. November in Steinbergen fort. Ziel ist es, älteren Menschen das nötige Rüstzeug für herausfordernde Situationen an die Hand zu geben. Unterstützung liefert der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB): Hildegard von Thadden zeigt den Teilnehmern, wie mentale Widerstandskraft im Alltag aufgebaut wird und wie man für Krisensituationen vorbereitet sein kann und richtig Erste Hilfe leisten kann. Dabei wird mit Klischees aufgeräumt. Es geht um weit mehr als Mehl im Vorratsschrank: Ein moderner Notfallrucksack enthält vom Kurbelradio und wichtigen Medikamenten bis hin zu digitalisierten Dokumenten und Proviant alles, was in einer Gefahrenlage überlebenswichtig ist. Unterstützt wird das Pionierprojekt im Landkreis Schaumburg durch Fördergelder der Bürgerstiftung Schaumburg (3.000 Euro) und der Stiftung für Rinteln (1.800 Euro). Auch Wilfried Althof vom Seniorenbeirat setzt große Hoffnungen in die Initiative, da gerade in Dörfern oft verlässliche Informationsstrukturen im Katastrophenfall fehlen. Für einen reibungslosen Ablauf übernehmen die Ortsbürgermeister die Koordination: Anmeldungen für Engern, Ahe und Kohlenstädt nimmt Dieter Horn entgegen, für Steinbergen ist Sascha Gomolzig der Ansprechpartner.