„Klasse Landtag“ | Schaumburger Wochenblatt

„Klasse Landtag“

Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast erreichte die Schüler mit den Antworten auf ihre Fragen. (Foto: gk)
Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast erreichte die Schüler mit den Antworten auf ihre Fragen. (Foto: gk)
Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast erreichte die Schüler mit den Antworten auf ihre Fragen. (Foto: gk)
Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast erreichte die Schüler mit den Antworten auf ihre Fragen. (Foto: gk)
Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast erreichte die Schüler mit den Antworten auf ihre Fragen. (Foto: gk)

Die Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast besuchte die zehnte Jahrgangsstufe des Gymnasiums in Bad Nenndorf, im Rahmen des Formats „Präsidium bei Euch“. Es ist Teil des Bildungsprogrammes „Klasse Landtag“ des Niedersächsischen Landtages und richtet sich an niedersächsische Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab Klasse 7, vornehmlich außerhalb der Region Hannover. „Auf diese Weise sollen insbesondere solche Gruppen erreicht werden, für die ein Landtagsbesuch mit einer langen Anreise verbunden und kaum möglich wäre“, erklärt Otte-Kinast.

Die Landtagsvizepräsidentin sieht in diesem Gesprächsformat vor Ort zwei besonders wertvolle Chancen: „Zum einen bietet der Austausch über den Zustand und die Zukunft unserer Demokratie eine Möglichkeit, engagiert dafür zu werben, dass sich die Heranwachsenden in die Gestaltung unseres Zusammenlebens einbringen. Zum anderen bietet er uns als Präsidiumsmitglieder die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Gedanken und Sorgen der jungen Generation zu informieren.“

Der Gesprächsverlauf mit den Schülerinnen und Schülern zeigte sehr schnell, dass dieses Gesprächsangebot gerne von den Jugendlichen genutzt wurde, um viele Fragen bei der Politikerin loszuwerden, über die sie sich im Vorfeld Gedanken gemacht hatten. Hierbei entfalteten sie eine große Vielfalt und trafen dabei auch ins Schwarze. „Warum ist der Landtag gar nicht im Unterrichtsplan vorgesehen, sondern nur die Kommunalpolitik und der Bundestag?“ – „Da werde ich morgen gleich nachfragen“, versicherte die überraschte Politikerin, die aus dem Stand heraus keine Antwort darauf hatte.

Ob sie auch Hassnachrichten erhält, wollten die Schüler wissen, wie es mit der Freizeit und Familienleben als Politikerin aussieht, was sie verdient und wie sie zu den neuen Diätenerhöhungen für die Abgeordneten stehe, welche Kämpfe die Demokratie im Moment auszuhalten hat, wie sie zu den Klimaklebern steht, wie ihre berufliche Laufbahn aussieht und wie man Politiker werden kann. Die Schüler bohrten weiter nach: „Funktioniert die Demokratie in anderen Ländern besser als bei uns?“ – „Finden Sie die Lohnerhöhungen über zehn Prozent in dieser Wirtschaftslage angebracht?“ – „Finden Sie die Cannabisregelung richtig?“ - Otte-Kinast blieb bei den vielen Fragen keine Antwort schuldig und überzeugte am Ende auch Schüler, die dem Treffen offenbar skeptisch gegenüberstanden. „Sie hat mir sogar Ihre Visitenkarte persönlich gegeben“, äußerte sich einer von ihnen erfreut gegenüber den Mitschülern. „Ich glaube, ich nehme die Einladung an und mache ein Praktikum bei ihr“. Die Landtagsvizepräsidentin hatte immer wieder verdeutlicht, dass die Politiker im Landtag für sie und ihre Fragen als Jugendliche offen sind. Gleichzeitig warb sie dafür, dass sich die Schülerinnen und Schüler zu Wort melden, mitmachen und Gesellschaft mitgestalten sollten, „wie zum Beispiel in Vereinen oder dem Jugendbeirat des Wohnortes“.


Winfried Gburek
Winfried Gburek

Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt

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