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Der Chef beim Servieren des Spargel-Klassikers mit Beilagen und einem Auflauf. (Foto: ab)

Restaurant „Il Porto“ in Lindhorst

Seit mehr als 19 Jahren kümmert sich der Inhaber des beliebten Lokals, Benjamin Dageför, um das Wohl seiner Gäste. Mit einem Team von 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dabei eine Auszubildende zur Restaurantfachfrau, hat er sich einen Namen gemacht. Das wird besonders deutlich, wenn man sich den Lieferbereich beim Außerhaus-Verkauf ansieht. Mit insgesamt fünf Fahrzeugen werden Spezialitäten vom Auflauf, über Pizza und Pasta, bis zu Steaks und Kiddyboxen bis nach Lauenau, Stadthagen und Winzlar geliefert. In der Küche arbeiten neben einem Küchenchef noch zwei weitere Köche sowie vier spezielle Pizzabäcker, damit alle Bestellungen möglichst schnell und frisch auf den Tisch kommen. Das Lokal bietet verschiedene Räume für den Besuch – alle edel und gemütlich eingerichtet. Das Hauptrestaurant bietet Platz für 60 Gäste, der Bistro-Bereich noch einmal 20 Sitzplätze. In der Lounge – hier ist das Rauchen erlaubt – können sich 30 Personen treffen und auf der großen, beheizten Terrasse, finden etwa 60 Gäste unter den ausladenden Schirmen Platz. Für größere Feiern steht ein Saal für circa 80 Gäste zur Verfügung. „Ich brauchte während der Corona-Beschränkungen niemanden zu entlassen“, berichtete der Inhaber sichtlich zufrieden. Durch den Lieferservice sowie das zusätzliche Catering-Angebot, konnte er die schwierige Zeit überbrücken. Speziell für das Catering gibt es eine umfangreiche Karte. Italienische Spezialitäten in Form von Buffet-Vorschlägen, Vorspeisen, Pasta, Fisch und Fleischgerichte können zusätzlich ganz nach persönlichen Wünschen zusammengestellt werden. Ein etwas außergewöhnliches Angebot ist sicherlich der Food-Truck des Il Porto. Nachdem der LKW im vergangenen Jahr komplett neu ausgebaut wurde, hatte er bereits auf der Schaumburger Regionalschau und dem Auhäger Pfingstbier für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Truck bietet sich idealerweise für Stadtfeste, aber auch Privatfeiern, Firmenfeierlichkeiten und Jubiläumsfeiern an. Mit der modernen Ausstattung ist das Personal in der Lage, bis zu 300 Pizzen in vier Stunden zuzubereiten. Bei den Angeboten im Il Porto setzt Benjamin Dageför auf Qualität sowie auf regionale und saisonale Produkte. Zurzeit stehen Spargelgerichte ganz hoch im Kurs. Die weißen Stangen bezieht das Restaurant aus dem heimischen Hagenburg. Die in der Küche verarbeiteten Eier stammen ebenfalls von einem Schaumburger Bauernhof. Neben dem klassischen Spargel mit Schnitzel, Kartoffeln und Hollandaise, bietet die Küche die frischen Spargelstangen nach italienischer Art mit Parmaschinken, mit Lachsfilet, als Pizza mit Spargel oder auch als Pasta mit grünem Spargel an. Bis zum Johannistag – 24. Juni – gilt das spezielle Spargelangebot. Wenn die Temperaturen dann etwas höher sind, das Wetter etwas zuverlässiger erscheint, hat der Inhaber des Il Porto bereits die nächste Idee. Auf der großen, erhöht angelegten Terrasse, soll zu bestimmten Zeiten in den Sommermonaten ein Barbeque stattfinden. Der erforderliche extragroße Grill ist bereits besorgt. An den Grillabenden gibt es zusätzlich Live-Musik. Mit Blick auf das persönliche Jubiläumsjahr 2024 plant der Inhaber des Restaurantes ein großes Sommerfest. Benjamin Dageför bittet besonders um Beachtung der eigenen Homepage www.ilporto.de. Hier werden alle Angebote und besonderen Events angekündigt. Das nächste steht bereits an. Am Sonntag, 4. Juni, findet das beliebte Brunch-Buffet statt. Frühstück, italienische Vorspeisen, Fisch- Fleisch und Pasta-Spezialitäten, saisonale Beilagen und eine bunte Auswahl von Desserts warten auf die Gäste. Eine Reservierung ist erforderlich. Dafür, für den Lieferservice wie auch Informationen zum Party- und Cateringservice, ist das Team unter Tel.: 05725/1398 sowie per Mail unter: info@ilporto.de erreichbar. Das Restaurant hat keinen Ruhetag und ist von Montag bis Samstag von 17.00 Uhr bis 22.30 Uhr geöffnet. Sonntags von 11.30 Uhr bis 14.00 Uhr sowie von 17.00 Uhr bis 22.30 Uhr. Parkplätze stehen direkt vor der Tür zur Verfügung und das Restaurant ist barrierefrei.
Dieser Spargel vom Stadthäger Wochenmarkt muss nach geschält werden. (Foto: ab)

Spargel – das „königliche“ Gemüse

Dieses Zitat wird Johann Wolfgang Goethe zugesprochen, der sogar selbst Spargel angebaut haben soll. Heute muss man auch außerhalb der Saison nicht auf Spargel (lat.: Asparagus) verzichten - in Konserven oder sogar über teure Importwege, kann das Gemüse das ganze Jahr über gegessen werden. Genießer greifen jedoch auf die frische Variante zurück und das bedeutet, die Zeit zwischen etwa Mitte April – abhängig von der Witterung – bis zum 24. Juni bekommt man insbesondere auf Wochenmärkten, aber auch in gut sortierten Supermärkten, stets frische Ware. Bereits vor über 2.000 Jahren war Spargel Teil der Festmahle bei Griechen und Römern; zu der Zeit die grüne Variante. Dieser Spargel entsteht, wenn die Stängel aus der Erde herauswachsen und ans Sonnenlicht gelangen. Zunächst wird die Spitze violett, dann wechselt das Gewächs auf Grün. Etwa ab dem 16. Jahrhundert wanderte Spargel aus den Kräutergärten der Klöster auf die Tische der Königshäuser in Deutschland, erst im 19. Jahrhundert setzte sich der unterirdisch gestochene Bleichspargel durch. Spargel ist gesund und sehr kalorienarm. 500 Gramm – das ist die Menge, die in vielen Rezepten pro Person berechnet wird- haben lediglich circa 75 Kalorien. Zu den über 90 Prozent Wasser beinhaltet das Gemüse etwa 2 Prozent Protein, 4 Prozent Kohlenhydrate und nur 0,2 Prozent Fett. Weitere Spurenelemente und Vitamine fördern die Gesundheit. Kalium, Kalzium, Phosphor sowie die Vitamine A, K und E wirken sich positiv aus. Der bei einer Reihe von Menschen feststellbare intensive Uringeruch entsteht vermutlich durch Schwefelverbindungen während des Verdauungsprozesses. Bis zu 350 Milligramm Stickstoff pro 100 Gramm sind für den gesteigerten Harndrang verantwortlich. Jede Region behauptet von sich, den besten Spargel zu liefern. Wenn man Interviews in den sozialen Medien Glauben schenken darf, so erkennen nicht einmal die Produzenten bei Blindverkostungen ihren eigenen Spargel am Geschmack. Wichtig dafür ist zumindest der lockere, sandige Boden, gute Pflege und Wärme – darin sind sich alle einig. Seit einigen Jahren werden vielerorts die Spargelfelder mit Folie abgedeckt, um frühzeitiger ernten zu können. Etwa drei Jahre nach Pflanzung ist die erste Ernte ergiebig, nach circa 10 – 12 Jahren lässt der Ertrag nach. Für das Erkennen von frischer Ware gibt es ein paar Tipps von den Fachleuten. Die Stange sollte eine glänzende Schale besitzen. Die Spargelköpfe sollten geschlossen sein. Wenn man den Stängel in die Hand nimmt, sollte er biegsam und saftig sein. Als letztes Merkmal dient der „Quietschtest“: Zwei Stangen aneinander reiben – dabei muss ein quietschendes Geräusch entstehen, dann ist die Ware frisch und saftig. Ein Tipp vom Wochenmarktbeschicker: Kaufen Sie lieber ein Kilogramm weniger, aber dafür die beste Ware - auch wenn die etwas teuerer ist - es lohnt sich. Für die Spargelzubereitung gibt es hunderte von Rezepten. Beim Klassiker wird das Gemüse nach dem Schälen – vor Ort in einem Schälautomat oder zu Hause mit einem Sparschäler- in einem großen Topf – idealerweise in einem Spezialtopf mit einem herausnehmbaren Sieb – circa 10 bis 15 Minuten (je nach Dicke der Stangen) gekocht. Kartoffeln, selbstgemachte Hollandaise und dazu ein Kalbsschnitzel vom Bio-Bauernhof – fertig ist der Genuss! Die Schale des Gemüses bitte nicht sofort entsorgen - aus den Abschnitten lässt sich prima die Grundlage für eine tolle Spargelcremesuppe als Vorspeise herstellen. Zum Nachtisch bieten sich Erdbeeren aus Deutschland an. Diese werden seit wenigen Tagen auf den Wochenmärkten und in Supermärkten angeboten und stammen aus Süddeutschland. Mein Geheim-Favorit: Eine große Schale Erdbeeren, dazu Schokoladeneis mit Chili und darüber einen Schuss Eierlikör! Zum Schluss noch ein wenig „Thekenwissen“: Laut dem Statistischen Bundesamt wurde im Jahr 2022 auf circa 22.000 Hektar Spargel in Deutschland angebaut, in Niedersachsen nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) auf etwa 4.500 Hektar. Mit über 26.000 Tonnen ernteten die Niedersachsen dabei 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei einer Reihe von Beispielen wird häufig mit der Fläche von Fußballfeldern verglichen. Ich versuche es einmal anders. Ein Kilogramm Spargel besteht aus bis zu 16 Stangen. Bei circa 26.000 Tonnen Gemüse ergibt das die Zahl von ungefähr 416 Millionen Spargelstangen in Niedersachsen. Wenn man eine durchschnittliche Stängellänge von 17 Zentimetern annimmt, dann ergeben etwa sechs Stangen einen Meter, die Gesamtlänge aller Spargelstangen aus Niedersachsen ergeben aneinandergelegt also über 69.000 Kilometer und damit mehr als Ein- einhalb mal um den Erdball gelegt. Das Schaumburger Wochenblatt wüscht noch bis zum Johannistag „Guten Appetit“ mit dem „König der Gemüse“.
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