UBC Hannover II - TuS Jahn Lindhorst (So.16 Uhr) „Wir freuen uns auf die beiden vor uns liegenden Spiel gegen die beiden Topfavoriten UBC und Korbjäger.
Ob wir dabei wirklich chancenlos sind, wird sich zeigen. Aber auch Niederlagen sind kein Beinbruch und werden die Mannschaft kaum zurückwerfen”, zeigt sich TuS-Coach Stefan Gerken vor den beiden schwersten Spielen der Saison nicht gerade optimistisch. Bislang hat der TuS- Jahn alle Saisonspiele mehr oder weniger deutlich für sich entscheiden könne.
Nun wird die Mannschaft von einem Team erwartet, das als haushoher Favorit in die Saison gestartet ist, jedoch schon zwei Nackenschläge zu verdauen hatte:
Einmal musste man einen klaren Sieg in Hildesheim am grünen Tisch wieder abgeben, weil man einen falsch gemeldeten Spieler eingesetzt hatte und zu zweiten verlor man völlig überraschend das Hannover-Derby am letzten Wochenende gegen die Korbjäger. Die „Starting-Five” des UBC Hannover besteht ausschließlich aus Spielern, die in der letzten Saison noch in der 1. Mannschaft gespielt haben und mit denen der Verein in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist.
Sie mussten Neueinkäufen für die Bundesligamannschaft weichen.
Und der TuS Jahn? Hier stehen ausschließlich Spieler auf dem Feld, die das Basketballspielen in Schaumburg erlernt haben, die als reine Amateure ohne Gehalt spielen und von denen die überwiegende Zahl sogar Eigengewächse aus Lindhorst sind. Die Mannschaft kann ihre Erfahrung von drei Oberliga-Jahren in die Waagschale werfen, hat aber, wie zum Beispiel die Korbjäger, keine „Legionäre” aus den USA als Verstärkung in ihren Reihen.
Trotz der bislang nicht grade optimal verlaufenen Saison bemerkt man beim TVB keine Spur von Nervosität oder Aufgeregtheit. Man weiß, dass die Mannschaft deutlich mehr kann, als es der Tabellenstand ausweist. Beobachter konnten das zuletzt auch beim Derby in Lindhorst feststellen.
Nach einem schwachen 1. Viertel war man über den Rest der Spielzeit gleichwertig.
Auch schon beim verlorenen Spiel gegen den RV Hoya war festzustellen, dass sich die Mannschaft seit dem schwachen Auftreten in Stolzenau auf einem deutlichen Weg nach oben befindet.
Sie hat mit dem jungen Sven Busche inzwischen wieder einen starken Aufbau, der an die Zeiten von Daniel Winzker erinnert.
Auch die anderen jungen Spieler zeigen, dass sie eine gute Entwicklung unter der neuen Trainerin genommen haben. Der SC Langenhagen steht in der Tabelle unten und wird allgemein als potentieller Absteiger gehandelt. Eine Leistung wie in den letzten beiden Spielen sollte dem TVB zum Sieg reichen.
Stinksauer war der Coach nach der schlechten Leistung seiner Mannschaft am letzten Wochenende trotz des Sieges beim TuS Sulingen. „So etwas darf sich und wird sich die Mannschaft nicht wieder erlauben können!”
Gegen den VfL Grasdorf, der deutlich stärker als TuS Sulingen erwartet wird, wird der Coach dann auch wieder alle Stammspielerinnen einsetzen. Das Spiel muss auf jeden Fall gewonnen werden, will man Anschluss an Tabellenführer TSV Stelingen halten und damit die Aufstiegschance wahren.
Verläuft alles in normalen Bahnen, sollte das auch gelingen.
Die SG ist auf allen Positionen besser besetzt als der Gegner – man muss das Potential einfach nur abrufen.
Nach dem Sieg über den RV Hoya wurde die Vorfreude auf das Spiel in Sulingen dadurch getrübt, dass neben Topscorerin Viktoria Graf mit Merle Hasemann eine weitere Spielerin aus der Ersten Fünf nicht dabei sein kann.
Außerdem bangt der Coach noch um den Einsatz von Centerspielerin Julia Hartmann (Grippe), die in den letzten Spielen ganz stark aufgetreten war.
Favoriten wären die Lindhorsterinnen in Bestbesetzung beim Tabellenvorletzten gewesen ; ob es aber auch so ersatzgeschwächt noch reichen wird, ist doch sehr fraglich.
Coach Rainer Hempelt ist dennoch vom zweiten Sieg in Folge überzeugt.