Schaumburger Wochenblatt

A2: 13 Kilometer Stau nach Unfall. (Foto: placeholder)

A2: 13 Kilometer Stau nach Unfall

Zwischen Bad Nenndorf und Garbsen
Heiko Monden, Ralf Hantke, Jörn Wedemeier, Heiko Bothe und Uwe Brinkmann (v.l.).  (Foto: gi)

Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier verabschiedet

Nach 40 Jahren im öffentlichen Dienst und davon 15 Jahre als Bürgermeister der Samtgemeinde Sachsenhagen ist Jörn Wedemeier zur Wiederwahl nicht wieder angetreten. Er wurde am 29. Oktober von rund 100 geladenen Gästen im Schützenhaus der Schützengesellschaft Hagenburg-Altenhagen zum 31. Oktober in den Ruhestand verabschiedet. Für Unterhaltung sorgten die Hägerländer. Nach einem Studium der Verwaltungs-Wissenschaften, zwölf Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen der Stadt Stadthagen und einem Betriebswirtschaftsstudium entschied sich Wedemeier für die Samtgemeinde Sachsenhagen. „Ich wollte das, um eigenverantwortlich Dinge machen zu können“, sagte der Bürgermeister. Bereits 1991 lernte er wichtige „Netzarbeit“ im Rahmen einer Fremdausbildung beim Landkreis kennen. Er lernte den späteren Landrat Jörg Farr kennen, Wedemeier dankte ihm für den immer fairen und ehrlichen Austausch. „In der Samtgemeinde haben wir wenig Geld und noch weniger Personal als Team, aber doch eine Menge auf die Beine gestellt“, so Wedemeier. Er zählte Kindergärten, Ganztagsschulen, Feuerwehrhäuser, Bauhoferweiterung, Rathaussanierung, Neubaugebiete, Flüchtlingsunterkünfte, Rekommunalisierung der Stromnetze und den Sporthallenneubau in Sachsenhagen auf. Das hätten Politik und das Mitarbeiterteam der Samtgemeinde auf den Weg gebracht. Der gemeinsame Wille, ans Ziel zu kommen, das Vertrauen in das Team und eine große Einsatzbereitschaft seien die entscheidenden Erfolgsfaktoren gewesen. Wedemeier dankte den Ratsmitgliedern und den Bürgermeistern Kurt, Jochen, Herwig, Josef, Uwe, Ralf, Heiko und Heiko für das Vertrauen, die kritischen Nachfragen und den Entscheidungsmut auch in unsicheren Phasen in den letzten Jahren. Ohne ein sehr gutes Netzwerk wäre das alles nicht gelungen. Und was wird nun im Ruhestand unternommen? Wedemeier ist seit 15 Jahren mit Freunden auf Hochgebirgswanderungen unterwegs. Nun will er von München bis Venedig gehen. Völlig egal sei es, wenn es regnen würde. Es könne auch etwas länger dauern, Zeit habe Wedemeier dann ja genug. „Ich möchte Venedig erleben, wenn man dort zu Fuß ankommt“, so der Wanderer. Grußworte sprachen der bisherige Ratsvorsitzende und neuer Bürgermeister der Samtgemeinde, Heiko Monden. „Es ist eine Ära zu Ende gegangen“, sagte Monden. Wedemeiers hohe Fachkompetenz sei von großem Wert für die Samtgemeinde gewesen. Er wusste, welche Möglichkeiten es gegeben habe und wo die Grenzen lagen. Schmunzelnd sagte Monden, dass er nicht hoffe, sein Vorgänger habe ihm unerledigte Vorgänge hinterlassen. Von einem großen Vertrauensverhältnis sprach Kreisbrandmeister Joachim Muth, er war auch Gemeindebrandmeister in Sachsenhagen. Muth überreichte Wedemeier die Ehrenmedaille mit Bandschnalle des Kreisfeuerwehrverbandes SHG ev. Grußworte sprach auch der langjährige Landrat Jörg Farr und die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Lindhorst, Svenja Edeler.
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