Schaumburger Wochenblatt

Gefährlichster Schulweg? (Foto: nd)

Wie gefährlich sind Schaumburgs Schulwege?

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall einer elfjährigen Schülerin an der Landstraße 439 im Auetal Mitte Mai rückt die Sicherheit der Schulwege wieder stärker in den Fokus, mit der Diskussion, wie gefährlich der Weg zur Schule im Landkreis sei. Wie wichtig das Thema der Abschwächung aller Gefahren ist, zeigt sich in der Schnelligkeit der Reaktionen nach dem tödlichen Unfall bei Escher:
Kolumne von Axel Bergmann:
Was ich schon immer einmal sagen wollte
LeserbriefVorlesen und naschen Der KommentarSwingende Hände und Irish-Folk Flüchtlingsunterkunft Ostertorschule Aktionswoche SchuldnerberatungStadtradeln und MüllsammelaktionRatsmandat von Fabian Heine auf Raphael Stanke übertragenNeuer Kirchenvorstand St. Godehardi wird eingeführtAktionstag der Betreuungsvereine„Leben ohne Lepra”
Klaus Bellwinkel muss immer wieder in leere Schubfächer schauen, weil es durch Lieferengpässe keinen ausreichenden Nachschub von Medikamenten gibt. (Foto: ste)

Notruf des Notfallpatienten „Apotheke“

Statistisch gesehen schließe derzeit jeden Tag eine Apotheke in Deutschland und das bedeute für die Patienten auch, dass sie – besonders in ländlich geprägten Regionen – deutlich weitere Wege in Kauf nehmen müssen, um beispielsweise am Wochenende ein Notfallmedikament zu bekommen. Für Rinteln heiße das: „Dann fahren sie beispielsweise bis nach Hameln, Dörentrup oder Lauenau!“ Doch auch schon in der täglichen Versorgung sei der Kipppunkt bereits erreicht und das System „Apotheke“ sei so kränklich, dass es mittelfristig nicht zu halten sei: „Wenn sich innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre nichts grundlegendes ändert, dann schaffen es von den derzeit rund 17.000 Apotheken in Deutschland vielleicht 10.000!“ Die Gründe dafür seien vielfältig. Zum einen ist da die Arzneimittelpreisverordnung, die seit 20 Jahren nicht mehr angepasst worden sei. „Und das bei steigenden Lebenshaltungskosten, Inflation und steigenden Personalkosten“, so Bellwinkel. Zum anderen sei es der Fachkräftemangel und die Überalterung in den Apothekenführungen. Potentielle Nachfolger überlegen es sich ganz genau, ob sie eine Apotheke übernehmen sollen. Bellwinkel befürchtet, dass alleine dadurch rund 600 Apotheken in den nächsten zwei Jahren schließen werden. Die Lieferengpässe verschärfen sich gerade wieder. Immer öfter bleiben die Regale der Apotheken bei bestimmten Medikamenten leer: „Und das kostet Umsatz!“ Löhne und Gehälter in der Produktion von Medikamenten und beim Personal der Apotheken sind ein weiteres Problem und bei der Ausbildung zu Pharmazeutisch-Technischen Assistenten gab es zwar im Herbst letzten Jahres eine kleine Entlastung, doch Geld verdienen die Auszubildenden in den ersten zwei Jahren ihrer Ausbildung nicht. Zu guter Letzt habe der BGH dann auch noch geurteilt, dass Skonto auf verschreibungspflichtige Medikamente nicht erlaubt sei, doch gerade davon hätten viele Apotheken überhaupt nur gelebt, wenn sie bis zu 95 Prozent mit solchen Medikamenten handelten: „Da stellt sich die Frage, ob man überhaupt noch Kaufmann ist, wenn einem alles Instrumente des Kaufmann-Seins genommen werden“, so Bellwinkel. So könne eine klassische Apotheke mit einem hohen Anteil an verschreibungspflichtigen Medikamenten nicht überleben. Auch das E-Rezept habe die Marktlage verschoben. War es früher üblich, zum Arzt zu gehen, ein Rezept zu bekommen und dann ab in die Apotheke in der Nähe des Arztes, so geht heute viel über Telefon und online und dann möglicherweise auch hin zu Online-Apotheken. Raus aus dem Dilemma komme man nur durch eine Änderung der Arzeimittelpreisverordnung, durch höhere Erträge und somit der Möglichkeit einer besseren Bezahlung der Mitarbeitenden, durch Behebung der Lieferengpässe durch eine eigene europäische Medikamentenproduktion und Bürokratieabbau: „Man muss mit Arzneimitteln wieder wirtschaften dürfen!“
Die Voltigier- und Reitgemeinschaft Schaumburger Land e.V. nahm an einem Turnier in Bruchmühlen teil. (Foto: privat)

Erfolgreiches Voltigierturnier

Neuer Monat, neues Glück. Auch im Mai hat der Voltigier- und Reitgemeinschaft Schaumburger Land e.V. an einem Turnier teilgenommen: Der Reit- und Fahrverein Bruchmühlen hatte um Voltigierturnier auf dem Holzbock und Pferd eingeladen, an dem unser Verein mit mehreren Mannschaften, im Einzel und auch im Doppel teilgenommen hat. Der erste Wertungsdurchgang startet auf dem Holzpferd in der ersten Abteilung, bei dem auch gleich das Vereinsdoppel Chantal Pontow und Felicitas Hilbig mit Platz zwei von neun Startern in einer starken Gruppe ein hervorragendes Ergebnis erzielen konnte. Weiter ging es anschließend im Doppel der zweiten Abteilung mit ebenfalls neun Startern. Hier war der VRG Schaumburger-Land e.V. mit drei Paarungen vertreten. Pauline Hecht mit Valentina Melzer konnte sich direkt vor Anna Kaufmann und Smilla Höltke, welche den vierten Platz erreichten, Platz 3 sichern. Abgeschlossen wurde das Ergebnis in dieser Wertungsklasse mit Platz 9 für Lina Holzhammer und Amelie Kahrmann. Im Laufe des restlichen Turniertages konnten die Teams 1 und 4 in jeweils unterschiedlichen Leistungsklassen ihr Können auf dem Vereinspferd Ramina mit der Longenführerin und Trainerin Katrin Barnert, zugleich Sport- und Voltigierwartin des Vereins, zeigen. Leider konnte Team 1 in der Leistungsklasse keine Wertung erzielen. Team 4 sicherte sich den zweiten Platz in ihrer Wertungsgruppe. Die Voltigiererinnen Pauline Hecht, Anna Kaufmann und Lina Holzhammer traten erstmals in der Wertung im Einzel jeweils in der Pflicht und in der Kür auf dem Pferd an. Gegen starke Konkurrenz aus Bruchmühlen reichte es am Ende für Platz 4, 5 und 6 für die Mädchen des VRG Schaumburger-Land e.V.. Ebenfalls an diesem Tag trat Team 2 an und sicherte sich auf Ramina Platz 3. Auch wenn bei diesem Turnier kein Sieg in einer Wertung erzielt werden konnte, so sind Vorstand, Trainerin Katrin Barnert und die Eltern stolz auf ihre Kinder und gratulieren zu den sportlichen Leistungen. Dank gilt auch an die Jugendtrainerinnen Sayra Özcan und Felicitas Hilbig. Die VRG Schaumburger-Land e.V. trainiert mit Sitz in Beckedorf derzeit 37 Kinder im Alter von 4 bis 18 Jahren in vier Gruppen im Voltigiersport. Das Training wird auf zwei Pferden oder dem Voltiegierbock durchgeführt. Zusätzlich wird regelmäßig an Turnieren und Wettkämpfen, Abzeichenprüfungen sowie Lehrgängen und Fortbildungen teilgenommen. Interessierte können sich auf der Vereinshomepage vrg-schaumburger-land.jimdo.com oder per E-Mail vrg-schaumburgerland@web.de über den Verein informieren.
north