Schaumburger Wochenblatt

Unfall in Rinteln: Ehepaar stürzt nach Kollision. (Foto: Placeholder)

Ehepaar stürzt nach Kollision und wird schwer verletzt

Pedelec-Unfall in Rinteln: Rettungsdienst bringt beide Verletzten ins Krankenhaus
Mama Johanna weiß, dass Moira, Geesje und Leevke wahre Leseratten sind und holt sich zusammen mit ihren Kindern die grünen Lesebeutel in der Stadtbücherei ab, die von Manuel Wiegand von der Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG an Büchereileiterin Bärbel Hanauske übergeben wurden. (Foto: ste)

(Vor-) Lesen nicht vergessen

Vorlesen ist ein wichtiger Baustein zu Beginn eines Kinderlebens, es fördert die Sprachentwicklung deutlich, denn die Kinder hören neue Wörter, Satzstrukturen und Rhythmen, was ihren Wortschatz erweitert und ihr Sprachgefühl stärkt. Es schafft eine regelmäßige, ruhige Lesegewohnheit und macht Lust auf mehr Lesen. Zudem stärkt Vorlesen die Bindung zwischen Eltern und Kind, fördert Konzentration, Fantasie und Empathie, und vermittelt Basiskompetenzen für schulisches Lesenlernen. Auch Bilder und Geschichten unterstützen visuelles Verständnis und Geduld beim Zuhören. Kurz: Vorlesen legt die Grundbausteine für Lesen, Lernen und emotionale Entwicklung. Und genau dort setzt auch die Kooperation von Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG und Stadtbücherei Rinteln an, erläutern Manuel Wiegand von der Volksbank und Bärbel Hanauske von der Stadtbücherei. Denn alle „Neukinder“ in der Bücherei erhalten als kleine Gedächtnisstütze für weitere Büchereibesuche einen grünen Buchbeutel, auf dem auf die Wichtigkeit von (Vor-)Lesen hingewiesen wird. Und die Beutel gehen weg wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“, so Hanauske, die von Wiegand das Versprechen erhielt: „Wenn alle, dann gibt es neue!“ Hanauske ist hochzufrieden mit den Zahlen der neuen Lesefreunde und zählt etwa 1.100 aktive Bücherwürmer, die regelmäßig ausleihen. „Darunter vielleicht ein Drittel Kinder“, so Hanauske. Und für die ist das Angebot auch riesig, zumal Kinder bis zwölf Jahren auch kostenfrei lesen können. Sehr beliebt sind Bilder- und Vorlesebücher, aber auch „Tonies“ oder Gesellschaftsspiele für Familien gehen gut. Neu und interaktiv sind die spielerischen Lernsysteme von „tiptoi“, die hochgefragt sind. Auch Zeitschriften für Kinder wie Geolino, Zeit Leo oder das neue Pokemon Magazin und Lego Minecraft werden häufig ausgeliehen. Für Leseeinsteiger bis zur vierten Klasse ist die Reihe „Schule der magischen Tiere“ ganz weit vorne und wer gerade erst anfängt, der holt sich häufig die „Drachenmeister“. Auch die Veranstaltungen der Stadtbücherei mit ihren BilderBuchKinos sind so gut wie immer ausgebucht. Bärbel Hanauske rät: „Schon mit dem Baby in die Bücherei kommen, sehen was es alles gibt und dann dran bleiben!“ Sie stellt immer wieder fest, dass gerade Kinder sehr unbefangen in die Bücherei kommen und schnell für etwas zu begeistern sind. Bei Fragen berät das Team der Stadtbücherei natürlich immer gerne und hat Tipps, was gerade besonders angesagt ist.
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Ursula Mücke unterstreicht die guten Partnerschaften zu Kendal und Slawno. (Foto: ste)

Hochwasserschutz: Ähnliche Probleme in Kendal und Rinteln

1992 gründete sich in Rinteln der Verein für Städtepartnerschaften und pflegt seitdem die Partnerschaften mit Kendal in England und Slawno in Polen. Besonders mit den Briten verband Rinteln nach dem Ende des zweiten Weltkriegs viel, denn mit der Prince-Rupert-School (seit 1972 in Rinteln) und dem Britischen Militärhospital (seit 1945 in Rinteln, war zuvor Reservelazarett der Wehrmacht) gab es gleich zwei Einrichtungen in der Stadt, die Menschen und Kaufkraft in Rinteln brachten. Allein im Britischen Militärhospital erblickten rund 50.000 britische Kinder das Licht der Welt. Vor Kendal und Slawno hatte Rinteln eine Städtepartnerschaft mit Emmen in den Niederlanden. Doch die 1955 ins Leben gerufenen Partnerschaft lief letztlich ins Leere und wurde nicht weiter gepflegt. Mit Kendal und Slawno ist das anders, so die Vorsitzende des Vereins, Ursula Mücke. Sie stellte auf der Jahreshauptversammlung die zahlreichen Aktivitäten zwischen den Städten vor und dabei fiel auf, dass Rinteln und Kendal auch in Sachen Katastrophenschutz eine Menge verbindet. Denn Kendal hat auf seinem Ortsgebiet den „River Kent“ und der trat vor etwa zehn Jahren katastrophal über die Ufer. Die Europäischen Union unterstützte daraufhin Kendal bei seinem Hochwasserwasserrisikomanagementprogramm, das Mücke vorstellte. Auf 40 Seiten wird textlich und bildlich dargestellt, wie sich Kendal nicht nur gegen künftige Hochwasser rüsten möchte, sondern auch, wie man mit gezielten Schutzmaßnahmen die Lebensqualität am Fluss steigern kann. Dazu gehören auch großflächige Hochwasserschutzwälle aus Natursteinen. Der „River Kent“ ist es auch, den Jonathan Cornthwaite aus Kendal regelmäßig zum Schwimmen nutzt. Er möchte das auch einmal in Rinteln probieren und als kleinen Vorgeschmack auf das Weserwasser schickte Ursula Mücke ihm eine handgefertigte und limitierte Flasche mit original Weserwasser. Der Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins wurde in diesem Jahr außerplanmäßig nur für ein Jahr gewählt, weil im kommenden Jahr sowohl Mücke als Vorsitzende als auch Roswitha Hoekstra als Beisitzerin für Kendal ihre Ämter zur Verfügung stellen wollen. Bis dahin jedoch hat der Verein mit Bernhard Wünsche und Detlef Süllwold als Stellvertreter Mückes, Sabine Thoke als Kassiererin, Tobias Möller als Schriftführer und Karin Olschewski als Beisitzerin für Slawno noch so einiges vor. Am 7. März ist ein Empfang im polnischen Konsulat in Hamburg mit Rintelner Beteiligung geplant, vom 25. bis 29. März gibt es einen Bürgermeisterdelegationsbesuch in Slawno und am 17. Mai ist bereits wieder „Mayor Making“ in Kendal. Eine deutsch-polnische Fahrradtour ist geplant, es gibt Besuchsankündigungen zum Altstadtfest in Rinteln und im August hofft der Verein auf die Einweihung des Kunstwerkes von Georg Schmidt-Westerstede an seinem neuen Platz im Baugebiet auf dem ehemaligen Prince-Rupert-School Areal. Eine ganz besondere Reise nach Kendal soll vom 24. bis 29. September stattfinden.
Kabelgalgen über dem Trauzimmer. Ein Bild mit Symbolcharakter? (Foto: ste)

Die unendliche Geschichte der Bürgerhaussanierung

Warum wird das Bürgerhaus am Marktplatz, das neben der Touristinformation und dem Stadtmarketingverein „Pro Rinteln” auch noch das Standesamt mit seinem schönen Trauzimmer beherbergt, seit sechs Jahren saniert und noch ist kein Ende der Baumaßnahmen abzusehen? Ratsherr Matthias Wehrung (CDU) mahnte die Stadt zu mehr Tempo an und zu einer Priorisierung der Baumaßnahmen. Auch die Verwaltung habe ein gesteigertes Interesse daran, dass die Baustelle Bürgerhaus abgeschlossen werde, so Bürgermeisterin Andrea Lange mit einem Hinweis auf Personalprobleme im Hochbauamt: „Aber wir können unsere Mitarbeitenden leider noch nicht klonen!“ Ein weiteres Thema war der Haushalt der Stadt Rinteln, der mittlerweile in ein Sicherungsverfahren abgerutscht ist. Darin enthalten: Offene Forderungen in Höhe von vier Millionen Euro auf der Habenseite. Prof. Dr. Gert Armin Neuhäuser (RI) wollte wissen, wie viel davon tatsächlich eingetrieben werden könne. Denn wenn Forderungen nicht tatsächlich auf der Einnahmeseite verbucht werden könnten, würden damit automatisch die Schulden der Stadt ansteigen. Der Finanzausschuss wird darüber weiter beraten. Im Bauausschuss soll der Antrag der Grünen beraten werden, dass die Stadt über die Anschaffung eines Stromspeichers nachdenkt. Der soll Strom dann speichern, wenn er im Überfluss oder zu niedrigen Konditionen erhältlich ist und abgeben, wenn Strom gebraucht wird und damit teurer ist.
Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Ernestinum, der IGS und der BBS Rinteln informierten sich bei 77 Ausstellern über deren Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten. (Foto: ste)

Rekord: 77 Aussteller beim „13. Tag der Berufsorientierung“

Allein die Zahl der Aussteller beim „13. Tag der Berufsorientierung“ der Berufsbildenden Schulen in Rinteln zauberten Schulleiter Thomas Piepho ein Lächeln ins Gesicht: „Das ist Rekord“, freute er sich bei der Eröffnung und hob insbesondere die gute Kooperation der beteiligten Projektpartner der Berufsbildenden Schulen, der Stadt Rinteln, der Bundesagentur für Arbeit, des Landkreises Schaumburg mit seinem Bildungsbüro und der angrenzenden Schulen Gymnasium Ernestinum und IGS Hildburgschule hervor. Ganz besonders dankte Piepho natürlich den 77 Ausstellern und ihrem Angebot an Informationen für Ausbildungssuchende. Ihnen wünschte Bürgermeisterin Andrea Lange den Mut, möglichst viele der anwesenden Betriebe, Organisationen und Institutionen anzusprechen, sich Informationen über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten zu holen. Und wer diesen Mut nicht selbst aufbringen konnte, dem bot die Teamleiterin der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Cornelia Kurth, an: „Wer sich nicht traut kann zu mir kommen, ich gehe mit!“ Für Andrea Stüdemann vom Landkreis Schaumburg war der Tag eine hervorragende Ergänzung zur Berufsmesse in Stadthagen. Die nächste findet am 16. September statt „Hier geht es um echte, analoge Informationen aus erster Hand. Suchen Sie das Gespräch!“ Wie früh man eigentlich junge Menschen abholen muss, damit sie sich erste Informationen über den Arbeitsmarkt verschaffen, das stellte Thomas Piepho in einem Informationsgespräch heraus: „Wir wollen jetzt auch mit Grundschulen kooperieren und erwägen, dies auch auf Kindergärten auszuweiten!“
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