Schaumburger Wochenblatt

Terminankündigung. (Foto: Schaumburger Wochenblatt)

Generationenfahrt nach Münster ausverkauft

Die Stadt Rinteln gibt bekannt, dass die beliebte Ausflugsfahrt der Generation 50+ in den Allwetterzoo Münster am 18. April 2026 bereits komplett ausgebucht ist. Die geplante Kartenausgabe für morgen, Freitag, den 25. März, im Bürgerhaus (MGH) entfällt dadurch.
Dieter Nolting erhält nach Ausscheiden aus dem aktiven Dienst einen Feuerwehr-Ruhestandsstuhl für seine Wohnwagenurlaube. (Foto: ste)

Keine Biersteuer für neue Feuerwehrspritze

Als Ortsbrandmeister der Stützpunktwehr „Unter der Schaumburg“ führt Roman Stasitzek eine Wehr, die aus der Fusion der Wehren Deckbergen und Schaumburg hervorging und die mit 62 Aktiven und einem Altersdurchschnitt der Einsatzkräfte unter 36 Jahren gut funktioniert. Doch die überbordende Bürokratie macht auch Stasitzek zu schaffen: „Manchmal wünschte ich mir eine Sekretärin!“ Ein Problem, dass der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Möller nur zu gut kennt: „Vor 30 Jahren konntest Du nach 18 Jahren Ortsbrandmeister deinem Nachfolger einen Ordner übergeben. Dein Nachfolger musste seinem Nachfolger schon mehr als 20 übergeben und heute brauchst du fast ein ganzes Feuerwehrhaus für die Dokumentation!“ Doch neben der bürokratischen Arbeit gab es auch den ganz normalen Einsatzwahnsinn im vergangenen Jahr mit kuriosen Einsätzen wie „Hirsch im Zaun gefangen“ oder die Suche nach einem Fahrzeugführer nach einem Verkehrsunfall: „Die drei betrunkenen Fahrzeuginsassen waren sich sicher, dass noch ein Vierter mit im Auto saß der es steuerte; stimmte aber am Ende nicht!“ So kamen 5109 Stunden Arbeit zusammen: „Büro- und Kommandoarbeit nicht mitgerechnet!“ Die Zukunft der Wehr sieht Stasitzek damit gut gesichert: „Überall wird über Fusionen von Wehren geredet, hier bei uns hat das geklappt und der Feuerwehrbedarfsplan wird uns nicht schocken!“ Geduld muss die Wehr aufbringen bei der Frage nach der Beschaffung eines neuen TLF 3000: Mercedes und Rosenbauer bekamen zwar den Zuschlag für das Fahrzeug, doch ausgeliefert werden kann es vorerst nicht. Hintergrund ist, das neue Fahrzeuge mit einer „ERS“, also Einsatzstellen-Rundum-Sicherung, ausgerüstet sein müssen und dieses Ausstattungsmerkmal muss bei der Fertigung berücksichtigt werden. Für das wehreigene und in die Jahre gekommene Tragkraftspritzenfahrzeug TSF wurde von der Stadt bereits ein gebrauchtes Löschfahrzeug LF 8/6 geliefert: „Das erreicht aber auch bald das Alter für den Feuerwehrruhestand“, so Stasitzek. Noch offen ist auch die Lösung des Notstromproblems im Feuerwehrhaus. Die vorhandenen 14 Kilowatt-Stromerzeuger reichen nicht aus. Nötig wird der Notstrom auch deshalb, weil das Feuerwehr ein sogenannter „Leuchtturm“ bei Katastrophenlagen für die Bevölkerung von Deckbergen, Schaumburg und Westendorf ist. Dass das Geld bei der Neubeschaffung von Feuerwehrmaterial bereits 1926 ein Problem war, hatte Ortsbürgermeisterin Gisela Stasitzek in alten Ortsbüchern nachgelesen. Doch für eine neue Feuerwehrspritze eine Biersteuer zu erheben, das wollte auch niemand.
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Empfang im Rathaus. Schülerinnen und Schüler aus Ikaruga/Japan sind zu Gast in Rintelner Familien.  (Foto: ste)

Partnerschaft mit japanischer High-School

Seit 2017 pflegt das Gymnasium Ernestinum in Rinteln eine Schulpatenschaft mit Schüleraustausch mit der japanischen Stadt Ikaruga aus dem Landkreis Ikoma in der japanischen Präfektur Nara im Süden Japas. Jetzt war eine 20-köpfige Delegation von Schülern aus Japan mit ihrem Lehrer Daiki Mori zu Besuch in Rinteln und wurde dabei auch von Bürgermeisterin Andrea Lange im historischen Ratssaal empfangen. Die Schülerinnen und Schüler der Horyuji Kokusai High School aus Ikaruga staunten zuerst einmal über die historische Bausubstanz des Saals und dann freuten sie sich über die Geschenke, die für sie bereitlagen. In einer mit Rinteln-Logo versehenen Tasche wartete insbesondere ein „Eistaler“ auf die Einlösung in einer Rintelner Eisdiele. Ins Leben gerufen hatte diese Partnerschaft Lehrer Markus Rass, der selbst über die Manga- und Animeszene eine Leidenschaft für das Land entwickelte. Lange hob in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung von Austauschen dieser Art hervor, denn Länder lerne man erst richtig kennen, wenn man auch deren Menschen kennenlerne. Und das sei bei solchen Austauschen der Fall. Sie dankte Markus Rass und Lutz Heerhold, dass sie sich für den Austausch zwischen den Schulen einsetzten. So ein Austausch lohnt sich insbesondere auch deshalb, weil dabei sowohl den gastgebenden Rintelner Schülern als auch den Gästen deutlich wird, welche Unterschiede es bei den Lehrmethoden in Ikaruga und Rinteln gibt. In Japan ist es vor allem der Frontalunterricht in den 40-Schüler-Klassen, während das Rintelner Gymnasium wesentlich gruppenorientierter und kommunikativer unterrichtet. In Japan setzt man besonders auf eigenständige Nacharbeit und auf ein hohes Maß an Disziplin in den Klassen, hinkt jedoch in Sachen Digitalisierung in den Schulen deutlich hinter den deutschen Schulen her. Ein besonderes Highlight für die Gastschüler aus Ikaruga war ein Selfie mit „Miss Mayor“ (Frau Bürgermeisterin). An der Partnerschaft des Gymnasium mit der High-School in Ikaruga beteiligt ist auch die IGS Helpsen.
Phil Assmus wurde zum Jugendsportler des Jahres 2025 gewählt und ausgezeichnet. (Foto: ste)

Rollkunstlauf, Fußball, Boxen, Handball & mehr

Die Rintelner Sportparty im Saal der Speisekammer „Anno 1583“ war bis auf den letzten Platz ausverkauft und besonders deutlich zu spüren war dies bei der Ehrung von Helmut Wirausky, der für sein Lebenswerk eine Auszeichnung von Bürgermeisterin Andrea Lange erhielt. Da hielt es niemanden mehr auf seinem Platz und es gab Standing Ovations für Wirausky. Er engagierte sich jahrzehntelang für Fußball. 1935 wurde Wirausky geboren und war 54 Jahre seines Lebens Trainer. 2019 beendete er seine Tätigkeit nach einem Start beim TSV Steinbergen als Spieler und führte danach zahlreiche Mannschaften verschiedener Vereine zu Aufstiegen und Meisterschaften, zuletzt im SC Rinteln. Der 90-Jährige ist sich sicher: „Fußball hat mich jung gehalten!“ Unter der Moderation von Frank Rasche war die Sportparty auch in diesem Jahr eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Rinteln und der AG Rintelner Sportvereine. Andrea Lange dankte hier insbesondere den Mitarbeitenden des Amtes 40 für Bildung, Kultur und Sport unter der Leitung von Dr. Joachim v. Meien und dem Team der AG Sportvereine mit Sprecherin Christel Struckmann und ihrem Co-Sprecher Alexander Sieker. Für Sieker war das sportliche Highlight des vergangenen Jahres die Einweihung des neuen Sportparks an der Burgfeldsweide. Andrea Lange freute sich, dass bei ausverkauftem Haus Sportlerinnen und Sportler aus sechs Kategorien für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet werden konnte, darunter Deutsche- und auch Weltmeister. Für ihr Lebenswerk, ihr Ehrenamt, den Jugendsport, den Para-Sport, Mannschafts- und Einzelsport wurden die jeweiligen Preisträger geehrt. Zugang zum Sport, so Lange, sei heute kein Privileg mehr, sondern Sport ist für alle zugänglich. In den Vereinen, so Lange, zähle der einzelne Mensch, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Alter.
Mama Johanna weiß, dass Moira, Geesje und Leevke wahre Leseratten sind und holt sich zusammen mit ihren Kindern die grünen Lesebeutel in der Stadtbücherei ab, die von Manuel Wiegand von der Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG an Büchereileiterin Bärbel Hanauske übergeben wurden. (Foto: ste)

(Vor-) Lesen nicht vergessen

Vorlesen ist ein wichtiger Baustein zu Beginn eines Kinderlebens, es fördert die Sprachentwicklung deutlich, denn die Kinder hören neue Wörter, Satzstrukturen und Rhythmen, was ihren Wortschatz erweitert und ihr Sprachgefühl stärkt. Es schafft eine regelmäßige, ruhige Lesegewohnheit und macht Lust auf mehr Lesen. Zudem stärkt Vorlesen die Bindung zwischen Eltern und Kind, fördert Konzentration, Fantasie und Empathie, und vermittelt Basiskompetenzen für schulisches Lesenlernen. Auch Bilder und Geschichten unterstützen visuelles Verständnis und Geduld beim Zuhören. Kurz: Vorlesen legt die Grundbausteine für Lesen, Lernen und emotionale Entwicklung. Und genau dort setzt auch die Kooperation von Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG und Stadtbücherei Rinteln an, erläutern Manuel Wiegand von der Volksbank und Bärbel Hanauske von der Stadtbücherei. Denn alle „Neukinder“ in der Bücherei erhalten als kleine Gedächtnisstütze für weitere Büchereibesuche einen grünen Buchbeutel, auf dem auf die Wichtigkeit von (Vor-)Lesen hingewiesen wird. Und die Beutel gehen weg wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“, so Hanauske, die von Wiegand das Versprechen erhielt: „Wenn alle, dann gibt es neue!“ Hanauske ist hochzufrieden mit den Zahlen der neuen Lesefreunde und zählt etwa 1.100 aktive Bücherwürmer, die regelmäßig ausleihen. „Darunter vielleicht ein Drittel Kinder“, so Hanauske. Und für die ist das Angebot auch riesig, zumal Kinder bis zwölf Jahren auch kostenfrei lesen können. Sehr beliebt sind Bilder- und Vorlesebücher, aber auch „Tonies“ oder Gesellschaftsspiele für Familien gehen gut. Neu und interaktiv sind die spielerischen Lernsysteme von „tiptoi“, die hochgefragt sind. Auch Zeitschriften für Kinder wie Geolino, Zeit Leo oder das neue Pokemon Magazin und Lego Minecraft werden häufig ausgeliehen. Für Leseeinsteiger bis zur vierten Klasse ist die Reihe „Schule der magischen Tiere“ ganz weit vorne und wer gerade erst anfängt, der holt sich häufig die „Drachenmeister“. Auch die Veranstaltungen der Stadtbücherei mit ihren BilderBuchKinos sind so gut wie immer ausgebucht. Bärbel Hanauske rät: „Schon mit dem Baby in die Bücherei kommen, sehen was es alles gibt und dann dran bleiben!“ Sie stellt immer wieder fest, dass gerade Kinder sehr unbefangen in die Bücherei kommen und schnell für etwas zu begeistern sind. Bei Fragen berät das Team der Stadtbücherei natürlich immer gerne und hat Tipps, was gerade besonders angesagt ist.
Ursula Mücke unterstreicht die guten Partnerschaften zu Kendal und Slawno. (Foto: ste)

Hochwasserschutz: Ähnliche Probleme in Kendal und Rinteln

1992 gründete sich in Rinteln der Verein für Städtepartnerschaften und pflegt seitdem die Partnerschaften mit Kendal in England und Slawno in Polen. Besonders mit den Briten verband Rinteln nach dem Ende des zweiten Weltkriegs viel, denn mit der Prince-Rupert-School (seit 1972 in Rinteln) und dem Britischen Militärhospital (seit 1945 in Rinteln, war zuvor Reservelazarett der Wehrmacht) gab es gleich zwei Einrichtungen in der Stadt, die Menschen und Kaufkraft in Rinteln brachten. Allein im Britischen Militärhospital erblickten rund 50.000 britische Kinder das Licht der Welt. Vor Kendal und Slawno hatte Rinteln eine Städtepartnerschaft mit Emmen in den Niederlanden. Doch die 1955 ins Leben gerufenen Partnerschaft lief letztlich ins Leere und wurde nicht weiter gepflegt. Mit Kendal und Slawno ist das anders, so die Vorsitzende des Vereins, Ursula Mücke. Sie stellte auf der Jahreshauptversammlung die zahlreichen Aktivitäten zwischen den Städten vor und dabei fiel auf, dass Rinteln und Kendal auch in Sachen Katastrophenschutz eine Menge verbindet. Denn Kendal hat auf seinem Ortsgebiet den „River Kent“ und der trat vor etwa zehn Jahren katastrophal über die Ufer. Die Europäischen Union unterstützte daraufhin Kendal bei seinem Hochwasserwasserrisikomanagementprogramm, das Mücke vorstellte. Auf 40 Seiten wird textlich und bildlich dargestellt, wie sich Kendal nicht nur gegen künftige Hochwasser rüsten möchte, sondern auch, wie man mit gezielten Schutzmaßnahmen die Lebensqualität am Fluss steigern kann. Dazu gehören auch großflächige Hochwasserschutzwälle aus Natursteinen. Der „River Kent“ ist es auch, den Jonathan Cornthwaite aus Kendal regelmäßig zum Schwimmen nutzt. Er möchte das auch einmal in Rinteln probieren und als kleinen Vorgeschmack auf das Weserwasser schickte Ursula Mücke ihm eine handgefertigte und limitierte Flasche mit original Weserwasser. Der Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins wurde in diesem Jahr außerplanmäßig nur für ein Jahr gewählt, weil im kommenden Jahr sowohl Mücke als Vorsitzende als auch Roswitha Hoekstra als Beisitzerin für Kendal ihre Ämter zur Verfügung stellen wollen. Bis dahin jedoch hat der Verein mit Bernhard Wünsche und Detlef Süllwold als Stellvertreter Mückes, Sabine Thoke als Kassiererin, Tobias Möller als Schriftführer und Karin Olschewski als Beisitzerin für Slawno noch so einiges vor. Am 7. März ist ein Empfang im polnischen Konsulat in Hamburg mit Rintelner Beteiligung geplant, vom 25. bis 29. März gibt es einen Bürgermeisterdelegationsbesuch in Slawno und am 17. Mai ist bereits wieder „Mayor Making“ in Kendal. Eine deutsch-polnische Fahrradtour ist geplant, es gibt Besuchsankündigungen zum Altstadtfest in Rinteln und im August hofft der Verein auf die Einweihung des Kunstwerkes von Georg Schmidt-Westerstede an seinem neuen Platz im Baugebiet auf dem ehemaligen Prince-Rupert-School Areal. Eine ganz besondere Reise nach Kendal soll vom 24. bis 29. September stattfinden.
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