Schaumburger Wochenblatt

Still ruht der See auf der (noch nicht) Baustelle der IMMAC in der Klosterstraße. Trotz vollmundiger Versprechen der Investoren hat sich dort noch kein Rad einer Baumaschine gedreht.  (Foto: ste)

Zwischen Bauturbo und Stillstand

Wenn das Gespräch auf die Klosterstraße und die „Still-ruht-der-See-Baustelle” von IMMAC kommt, ist es vorbei mit der diplomatischen Gelassenheit: Das Gesicht von Bürgermeisterin Andrea Lange verfinstert sich merklich. Das dortige IMMAC-Bauprojekt mutiert zur Hängepartie. „Ich bin absolut nicht glücklich, dass wir schon Juni haben und sich noch kein Rad gedreht hat“, so Lange enttäuscht. Schließlich hatten die letzten Versprechungen der Investoren anfangs Hoffnung auf ein schnelles Ende des Stillstands gemacht. Spätestens 2027 läuft die Baugenehmigung ab – die Uhr tickt. Zwar signalisiere der Investor auf Nachfrage stets, dass man am Projekt festhalte, doch der Glaube daran schwindet: „Man muss sich auf Versprechungen auch verlassen können!“ Um den Worten der Investoren Beine zu machen, behält sich die Stadt nun rechtliche oder regulatorische Daumenschrauben vor. Welche Maßnahmen das sind? Dazu schweigt die Bürgermeisterin (noch). Dass es auch anders geht, beweisen die Projekte in der Bäckerstraße 10 und 12, wo bereits der Dachstuhl gerichtet ist. Und auch am Brückentor herrscht emsiges Treiben: Die ehemaligen Woolworth-Räumen werden im Akkord geräumt, der Fortschritt ist täglich sichtbar. Langes Fazit für diese Baustellen: „Hier drücken die Investoren endlich richtig aufs Gas!“
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Die Unterstützer des Projekts Wassergewöhnung freuen sich, dass DLRG, Bäderbetriebe, Kitas und Sponsoren Hand in Hand mit der Bürgerstiftung Schaumburg für Rinteln und das Auetal Kinder angstfrei an das Wasser heranführen.  (Foto: ste)

Mehr als nur Planschen

Der Sommer kommt, doch die Schwimmbäder bleiben für viele Kinder ein unsicheres Terrain. Während die Zahl der Nichtschwimmer im Grundschulalter dramatisch steigt, wird der entscheidende erste Schritt – die spielerische Wassergewöhnung im Kindergarten – oft unterschätzt. Dabei legt genau diese Phase das Fundament für Sicherheit, Motorik und das Überleben im nassen Element.Genau hier greift die Bürgerstiftung Schaumburg ein, denn, so Thomas Priemer: „Wir wollen, dass die Kinder möglichst sicher mit dem Element Wasser umgehen können!” Dazu brauche es aber Partner, und die hat die Bürgerstiftung mit den beiden DLRG Ortsgruppen Rolfshagen und Rinteln gewinnen können und mit der BKK 24 auch einen neuen Sponsor, der neben der Sparkasse, die seit vier Jahren das Projekt unterstützt, besonders der gesundheitspräventiven Wirkung von Bewegung einen hohen Stellenwert einräumt, so Dennis Busche. Doch neben den Finanziers eines so großen Projekts „Wassergewöhnung” braucht es auch engagiertes Personal in den Kitas, die diese zusätzliche Aufgabe zum „normalen” Kindergartenalltag auf sich nehmen wollen. Und das sind für Rinteln und das Auetal immerhin 14 der 17 Kitas, die das für sich verbuchen können, freut sich Mareen Fennert von der Stadt Rinteln zusammen mit Bürgermeisterin Andrea Lange. Lange ergänzt: „Wir haben bereits eine tolle Unterstützung, unter anderem von der Lebenshilfe Rinteln mit einem Fahrdienst, wer sich aber noch dafür engagieren möchte, kann sich einfach in der Verwaltung melden!” Als ein „Leuchtturmprojekt mit Vorzeigecharakter” bezeichnete Andrea Stüdemann von Seiten des Landkreises Schaumburg die Wassergewöhnung für die Kitas: „Das ist ein Präventionsprojekt für Überlebenssicherheit und kommt noch vor dem Training zum Radfahren!” Chiara Neumann von der Sparkasse Schaumburg versicherte: „Wir unterstützen auch weiterhin das Projekt!”
Ein Brand am 9. Mai beschädigte das Gebäude des Kinderschutzbundes so stark, dass es vermutlich bis zu zwei Jahren lang nicht mehr genutzt werden kann. Am Sonntag, 21. Juni, wird es an der Jakobi-Kirche ein Benefizkonzert zugunsten des Kinderschutzbundes geben.  (Foto: ste)

Konzert: Gemeinsam für die Kinder

Nach dem verheerenden Großbrand, der das Zuhause des Rintelner Kinderschutzbundes am 9. Mai zerstörte, setzt die Gemeinschaft ein starkes Zeichen der Solidarität. Unter dem bewegenden Motto „Gemeinsam für die Kinder“ lädt die Organisatorin Johanna Elstrodt gemeinsam mit zahlreichen engagierten Helfern zu einem großen Benefizkonzert ein. Am Sonntag, den 21. Juni, verwandelt sich der Platz an der Jakobi-Kirche von 14 bis 18 Uhr in einen Ort voller lebendiger Musik, Spiel und Gemeinschaftssinn. Das bunte Programm verspricht einen unvergesslichen Nachmittag für die ganze Familie, bei dem der Eintritt komplett frei ist, während vor Ort herzlich um Spenden gebeten wird, um den Kinderschutzbund beim Neuanfang zu unterstützen. Die Besucher erwartet ein beeindruckendes Aufgebot an Kultur und Unterhaltung, das von feierlichen Grußworten der Rintelner Bürgermeisterin Andrea Lange und der Kinderschutzbund-Vorsitzenden Petra Rabbe-Hartinger feierlich eingerahmt wird. Musikalisch zieht die Veranstaltung alle Register mit einem bunten Mix lokaler Ensembles. Damit dieses Event ein voller Erfolg wird und möglichst viel Unterstützung für die wertvolle Arbeit des Vereins zusammenkommt, lebt das Fest vom Mitmachen. Die Organisatoren rufen die Bevölkerung herzlich dazu auf, die Veranstaltung aktiv zu unterstützen. Gesucht werden dringend Spenden in Form von Kuchen, Fingerfood und Getränken sowie tatkräftige Helfer, die in der Küche, am Grill oder beim Auf- und Abbau mit anpacken möchten. Wer Teil dieser großartigen Gemeinschaftsaktion werden und einen Beitrag leisten möchte, kann sich ganz unkompliziert per E-Mail unter Johanna777@gmx.net melden, um gemeinsam ein starkes Fundament für die Zukunft der Rintelner Kinder zu bauen.
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