Rettungshubschrauber Christoph 4 mit stabiler Einsatzbilanz | Schaumburger Wochenblatt

Rettungshubschrauber Christoph 4 mit stabiler Einsatzbilanz

Unter anderem Verkehrsunfälle, wie hier auf der A2, stellen weiterhin einen Schwerpunkt dar. (Foto: Johanniter/Stefan Hillen)
Unter anderem Verkehrsunfälle, wie hier auf der A2, stellen weiterhin einen Schwerpunkt dar. (Foto: Johanniter/Stefan Hillen)
Unter anderem Verkehrsunfälle, wie hier auf der A2, stellen weiterhin einen Schwerpunkt dar. (Foto: Johanniter/Stefan Hillen)
Unter anderem Verkehrsunfälle, wie hier auf der A2, stellen weiterhin einen Schwerpunkt dar. (Foto: Johanniter/Stefan Hillen)
Unter anderem Verkehrsunfälle, wie hier auf der A2, stellen weiterhin einen Schwerpunkt dar. (Foto: Johanniter/Stefan Hillen)

Mit 1.028 Einsätzen im Jahr 2025 verzeichnete der orangefarbene Zivilschutzhubschrauber Christoph 4 am Standort der Medizinischen Hochschule Hannover nur einen geringen Rückgang der Einsatzzahlen (2024: 1.077). Der einsatzstärkste Monat 2025 war der Juni mit 116 Alarmierungen, gefolgt vom August (112) und April (111). Die deutlich geringeren Einsatzzahlen im Januar (52) und Dezember (54) resultieren vornehmlich aus der kürzeren Einsatzzeit von Christoph 4, der von Sonnenaufgang, jedoch frühestens ab 7.00 Uhr, bis Sonnenuntergang bereitsteht.

Schmerzbekämpfungen reduziert

„Unsere Einsätze können stabil gehalten werden, weil die Kolleginnen und Kollegen auf den Rettungswagen durch entsprechende Aus- und Fortbildungen im Rahmen des Notfallsanitäter-Gesetzes zunehmend Handlungskompetenzen auf hohem Niveau erwerben. Insbesondere Alarmierungen des Christoph 4 zur Schmerzbekämpfung können damit reduziert werden. Entsprechende Freigaben und Medikamente können auf den Rettungswagen vorgehalten und verabreicht werden“, erklärt Marc Lüpkemann, langjähriger Johanniter-Notfallsanitäter. Die Einsatzszenarien und -schwerpunkte haben sich laut Lüpkemann kaum verändert: „Der Fokus liegt weiterhin auf den Landstraßen und Autobahnen.“ Auch ins Schaumburger Land wird das Rettungsmittel reglmäßig angefordert.

192 Fehleinsätze

Neben den tatsächlich durchgeführten Rettungseinsätzen wurden zudem 192 Fehleinsätze verzeichnet. In diesen Fällen stand den betroffenen Unfallopfern beispielsweise doch noch rechtzeitig ein Notarzt am Boden zur Verfügung, sie konnten ausreichend durch einen Rettungswagen versorgt werden oder der Flug musste wetterbedingt oder wegen fehlender Sicht abgebrochen werden. Die Sekundär- oder Verlegungsflüge blieben mit 21 Einsätzen etwas unter dem Vorjahresniveau (26).

Team MHH übernimmt medizinischen Teil

Die ärztliche Leitung des Rettungshubschraubers wird durch ein Team der Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wahrgenommen. Seitens der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) gehören insgesamt fünf Notfallsanitäterinnen und -sanitäter (HEMS-TCM: Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member) zum Team. Die Piloten werden von der Bundespolizei-Fliegerstaffel Gifhorn gestellt.


Von red
north