Städte sind bei Schadensfällen und Landkreis im Katastrophenfall zuständig | Schaumburger Wochenblatt

Städte sind bei Schadensfällen und Landkreis im Katastrophenfall zuständig

Wenn beispielsweise der Strom ausfällt: Eine Bevorratung mit Kerzen, Wasser, Lebensmitteln für etwa zehn Tage empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.  (Foto: ste)
Wenn beispielsweise der Strom ausfällt: Eine Bevorratung mit Kerzen, Wasser, Lebensmitteln für etwa zehn Tage empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (Foto: ste)
Wenn beispielsweise der Strom ausfällt: Eine Bevorratung mit Kerzen, Wasser, Lebensmitteln für etwa zehn Tage empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (Foto: ste)
Wenn beispielsweise der Strom ausfällt: Eine Bevorratung mit Kerzen, Wasser, Lebensmitteln für etwa zehn Tage empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (Foto: ste)
Wenn beispielsweise der Strom ausfällt: Eine Bevorratung mit Kerzen, Wasser, Lebensmitteln für etwa zehn Tage empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (Foto: ste)

Der mutmaßliche Anschlag einer vermeindlich linksextremistischen „Vulkangruppe” in Berlin zeigte sehr anschaulich, wie fragil die kritische Infrastruktur in Deutschland ist, wie schwierig ihre Überwachung und ihr Schutz. Kann so ein „Blackout” also auch bei uns in Schaumburg passieren? Welche vorbereitenden Maßnahmen werden im Landkreis und den Städten getroffen für den Fall eines Blackouts oder anderer Katastrophenfälle? Wir fragten nach und Landkreis-Pressesprecherin Anja Gewald erläutert die Lage gegenüber dem Schaumburger Wochenblatt.

Wo gibt es „Leuchttürme” als Anlaufstellen

Ein zentraler Bestandteil der Krisenvorsorge im Landkreis Schaumburg ist der Aufbau sogenannter Katastrophenschutz-Leuchttürme in Zuständigkeit der Städte und Gemeinden. Diese sollen im Ereignisfall, beispielsweise bei einem größeren Strom- oder Kommunikationsausfall, als lokale Anlaufstellen dienen, an denen Bürger aktuelle Lage- und Warninformationen erhalten, in lebensbedrohlichen Fällen Notrufe oder Verbindungen zur Leitstelle herstellen können und grundlegende Unterstützung erhalten. Das Konzept der Katastrophenschutz-Leuchttürme wird derzeit durch ein Landkreis-Förderprogramm mit rund 250.000 Euro unterstützt. Ziel ist es, im gesamten Kreisgebiet bis zu 18 Leuchttürme aufzubauen, die von den Kommunen umgesetzt werden. Bückeburgs Bürgermeister Axel Wohlgemuth teilt auf Presseanfrage mit: „Die Stadt Bückeburg ist in der Vorbereitung zum Aufbau von Katastrophenschutz-Leuchttürmen.” So sei geplant, aufgrund der bereits vorhandenen Infrastruktur und der zentralen Lage, einen Katastrophenschutz-Leuchtturm als Anlaufstelle für die Bevölkerung in Notsituationen mit dem Großen Rathaussaal im Rathaus vorzuhalten. Darüber hinaus befindet sich in der Überlegung, inwieweit zusätzliche Räumlichkeiten als Katastrophenschutz-Leuchtturm vorzuhalten sind, beispielsweise über Schulgebäude. Aus Stadthagen heißt es: „Als Katastrophenschutzleuchttürme sind die Schule Am Sonnenbrink für die Kernstadt und die Schule An der Bergkette für die dort gelegenen Ortsteile vorgesehen. Diese werden mit den technischen Erfordernissen derzeit ausgestattet. Die Stadtverwaltung hat zwei mobile Stromerzeuger beschafft, um die Katastrophenschutzleuchttürme im Notfall damit versorgen zu können. Bei Bedarf können die Notstromaggregate aber auch dort mobil eingesetzt werden, wo sie je nach eintretender Sachlage benötigt werden.” Aus der Pressestelle des Rintelner Rathauses heißt es: “Im Bereich der Stadt Rinteln sind zwei Leuchttürme vorgesehen. Diese werden zum einen in der Nordstadt bei den Stadtwerken Rinteln (Bahnhofsweg 6) als auch in der Südstadt im Rathaus (Klosterstraße) bei Bedarf eingerichtet.”

Weitere Maßnahmen- und Katastrophenschutzpläne

Neben dem Konzept für Strom- und Kommunikationsausfälle hat der Landkreis Schaumburg allgemein gültige Katastrophenschutz-Planungen für weitere Schadenslagen. Dazu gehören nach Angaben von Anja Gewald beispielsweise Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bei extremen Wetterereignissen wie Starkregen oder Hochwasser, die regelmäßig zu Einsätzen der Feuerwehren und Rettungskräfte führen. Einsatz- und Alarmpläne für große Schadensereignisse, die im Katastrophenfall zentral koordiniert werden. Die Bevölkerung wird im Ereignisfall über die bekannten Warn- oder Informationssysteme, etwa die App „BIWAPP”, lokale Medien oder Sirenen- alarmiert und informiert. Weitere Infos gibt es auch unter www.serviceportal-schaumburg.de im Unterpunkt Zivil- und Katastrophenschutz.


Sonja und Stephan Weichert
Sonja und Stephan Weichert
Freie Journalisten
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