Laut dem lokalen Polizeikommisariat neigen viele Verkehrsteilnehmer dazu, sich zunächst im Bereich der stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen im Landkreis Schaumburg ordnungsgemäss an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit zu halten, um dann nach dem Passieren der Anlage das Gaspedal ordentlich durchzutreten. Für dieses vorsätzliche Fehlverhalten haben am Donnerstagnachmittag zahlreiche Kraftfahrzeugführer teures Lehrgeld zahlen müssen. Während einer zweistünden Kontrollaktion mit der Laserpistole auf der Bundesstraße 442 zwischen der Überwachungsanlage in Höhe Waltringhäuser Straße in Bad Nenndorf und dem Bahnübergang wurden in Fahrtrichtung Haste zwanzig Pkw-Fahrer gemessen, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde deutlich überschritten hatten. Verwarngelder zwischen 20 und 30 Euro waren die Folge. Eine Autofahrerin mit 78 Stundenkilometern wird mit 70 Euro und einem Punkt in Flensburg belohnt. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf unfallträchtigen Streckenabschnitten wird Polizeihauptkommissar Gerhard Schönemann zukünftig auch im Bereich der sogenannten „Starenkästen” zusätzliche polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen veranlassen.