Das Fördergeld aus dem Leader-Programm trug 50 % der Gesamtkosten und der Landkreis Schaumburg beteiligte sich mit 6.000 Euro an dem Vorhaben. Diese Mittel sind in das Wahrzeichen der Kurstadt zukunftsweisend investiert, denn der Brunnentempel zählt zu den meist fotografierten Objekten und so trägt die Sanierung zur Attraktivitätssteigerung bei. An allen vier Portiken wurde die Gründung erneuert. Dafür wurden die Säulen demontiert, das Fundament auf frostfreie Tiefe ausgebaut, der Obernkirchener Sandstein gereinigt und der seitliche Zugang des Brunnens vergrößert. Optisch gleich ersichtlich erhielt der Tempel einen neuen Innen-Anstrich, neue Beleuchtungskörper und ein Wasserspiel. Unter einer Glaskuppel sprudelt für die Besucher sichtbar eine kleine Quelle, wobei es sich nicht um das begehrte Schwefelwasser, sondern um normales Leistungswasser handelt. Die Quelle unter Glas steht lediglich als Synonym für das Schwefelwasser, welches Bad Nenndorf auszeichnet. Die Schwefelwasser-Zapfstelle befindet sich im Haus Kassel und erfuhr vor einem Jahr die feierliche Eröffnung. Die Sanierung des Brunnentempels hat länger als erwartet gedauert, formulierte Reese und so war es ihm wichtig, den Standort umgehend seiner öffentlichen Bestimmung wieder freizugeben. Dass das Wahrzeichen einen Sprung in der Schüssel hat, darüber sah Reese in diesem Moment weg. Bei der Montage der Glaskuppel ist ein Riss entstanden, so dass sich das Wasser an der Glasinnenseite niederschlägt, informierte Melching. Der „betrübte” Blick ist aber begrenzt, da die Kuppel schon in Kürze ausgetauscht wird. Foto: ka