Mit einer Galavorstellung und einem haushohen Sieg über den CVJM Hannover startete der TuS Jahn Lindhorst im September in diese Saison. Beim TuS ist man sich darüber im Klaren, dass es solch ein Spiel kaum noch einmal geben wird. Zum Einen haben die Lindhorster in der letzten Zeit, besonders aber im letzten Heimspiel gegen den RV Hoya, doch einige Schwächen offenbart und zum Anderen hat sich der CVJM Hannover im Verlaufe der Saison doch erheblich gesteigert. Das beweist nicht zuletzt der Auswärtssieg beim starken TSV Luthe. Ein Sieg allerdings sollte schon heraus springen, will man einen Tag später beim Tabellenführer Hannover Korbjäger überhaupt noch ein Ziel vor Augen zu haben.
Seit fast drei Jahren ungeschlagen rangieren die Korbjäger mit 20:0 Punkten souverän an der Tabellenspitze der Bezirksoberliga. Für die Vereinsverantwortlichen und nicht nur für diese ist der Aufstieg fast schon beschlossene Sache. Eine „Teilschuld” an dieser Situation trägt auch der TuS Jahn.
Im Heimspiel gegen die Korbjäger gewannen die Lindhorster drei von vier Vierteln und lagen zur Pause mit 11 Punkten in Führung. Den Korbjägern drohte die 1. Niederlage, doch dann kam ein grausames 3. Viertel, in dem der TuS Jahn alle seine Chancen verspielte. Jetzt ist die Situation so, dass der TuS mit 3 Punkten Differenz gewinnen muss, und dass die Korbjäger noch eines ihrer letzten Spiele verlieren müssen. Die Chancen dafür sind nicht sehr groß aber eben deshalb wollen die Mannen von Coach Stefan Gerken sie nutzen.
Gerade noch rechtzeitig vor diesem Taditionsderby ist der TV Bergkrug in gute Form gekommen. Nach einer Niederlagenserie seit Saisonbeginn konnten die beiden letzten Spiele gewonnen werden. Darunter war der Auswärtssieg beim CVJM Hannover. Da das erste Spiel gegen den TSV Luthe beim TVB ausgefallen ist und noch nicht wiederholt wurde, ist dies das erste Aufeinandertreffen der beiden alten Rivalen in dieser Saison.
Es fällt ganz schwer, eine Prognose abzugeben. Wäre da nicht die Heimniederlage des TSV Luthe gegen den CVJM, müsste man der Mannschaft die Favoritenrolle zuschieben; auch, weil sie ihre beiden letzten Spiele jeweils gegen den MTV Stolzenau ziemlich souverän über die Bühne gebracht hat. Ein TVB aber in der Form des CVJM –Spiels ist in dieser Begegnung keinesfalls chancenlos.
Es ist das Verfolgerduell in der Bezirksoberliga um den begehrten 2. Tabellenplatz, der bei den Damen in der Regel zum Aufstiegen in die Oberliga reicht. Ähnlich gelagert war das in der letzten Saison vor dieser Begegnung – und im Anschluss gab es Tränen wegen des verspielten Aufstiegs.
Damit das sich in diesem Jahr nicht wiederholt, fordert Coach Christian März von seiner Mannschaft eine deutliche Steigerung gegenüber dem Barsinghausen-Spiel.
Wieder dabei ist Merle Fischer, die das Spiel als Aufbauspielerin schnell machen kann. das wurde gegen Barsinghausen versäumt. Neu im Team im Vergleich zum Vorjahr sind u.a. die Ex- Lindhorsterin Vanessa Jackson oder Jenela Jurisic, die bereits zwei Jahre Oberligaerfahrung mit dem VfL Bückeburg gesammelt hat. Nicht mehr dabei sind aber auch so starke Spielerinnen wie z.B. Tina Diester oder Franziska Keich. Der Heimvorteil könnte für die SG sprechen.
Zwei Extreme treffen hier aufeinander. Da ist mit dem TSV Stelingen eine Mannschaft, die sich zu Saisonbeginn aus ehemaligen Regionalligaspielrinnen neu zusammengefunden hat und die mit ihrer Routine bislang in allen Spielen ihre Gegnerinnen in Grund und Boden gespielt hat. Sie wird wohl, und da sind sich fast alle sicher, am Ende als Meister aufsteigen. Und da ist das Gegenteil, der TuS Jahn Lindhorst. Eine junge Mannschaft von überwiegend U 16, U 18 und U 20 – Jugendspielerinnen, die allesamt das Basketballspielen im eigenen Verein von klein auf erlernt haben und die in ihrer Entwicklung noch lange nicht auf Stelinger Stand sind.
Das Heimspiel gegen den übermächtigen TSV ging klar verloren und d so wird es am Samstag in Stelingen wohl auch wieder sein.
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