Veränderungen bringen hin und wieder das Potenzial für große Überraschungen mit sich. Die Renovierungsarbeiten an der Martins-Kirche gehen allmählich in die Schlussphase, Gemeindemitglieder und Gottesdienstbesucher dürfen gespannt sein. Pastor Gero Cochlovius konnte sich seit Beginn der 1,8 Millionen-Euro-Sanierung stets auf die Hilfsbereitschaft von Handwerkern und Spendern verlassen, denen die Kirche ein besonderes Anliegen war. Jüngstes Geschenk an die Gemeinde: Zwei neue Drehkurbeln für die hölzernen Kronleuchter. Die alten seien schwergängig gewesen, so Michael Klußmann von der Klußmann Concept Bau GmbH. Kurzentschlossen investierte der Zimmermeister 800 Euro und spendete zwei neue. Klußmanns Betrieb war mit der Sanierung der Holzbauten im Kircheninneren beauftragt worden und begleitet sie seit eineinhalb Jahren. Im Kirchenschiff waren durch den Hausschwamm starke Schäden verursacht worden. „Die tragende Konstruktion wurde angegriffen”, so Klußmann. „Zimmermannsmäßig” hat er die denkmalgeschützten Bauten ausgetauscht und ausgebessert. Dabei traten unverhofft ganz neue Farben zu Tage, die vorher niemand vermutet hätte. Blau, rot und gelb schmückten demnach einst das alte Holz, versteckt unter einem ockerfarbenen Anstrich. Kirchenbesucher können auf die neuen Farbtupfer in ihrem Gotteshaus gespannt sein. Schon in Kürze dürfen sie einen Blick darauf werfen, als Einweihungstermin der sanierten Martins-Kirche ist der 19. Dezember vorgesehen. Vorausgesetzt, die Verlegung des Bodens läuft nach Zeitplan. Nachdem erst der andauernde Frost den Fortschritt behindert hatte, wirft die Verzögerung der Fliesenlieferung diesen um zwei Wochen zurück. „Bisher sind wir zuversichtlich”, so Pas-tor Cochlovius. In den verbleibenden Wochen sind Maler und Elektriker gefragt, zudem müssen Bankstühle und Orgel aufgebaut werden. Für den festlichen Gottesdienst mit verschiedenen Chören hat sich Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann angekündigt. Den Abschluss vor Augen spricht Cochlovius von einer „gewaltigen Finanzierungslücke”. „Die Gemeinde ist weiter darauf angewiesen, dass Viele spenden, auch Firmen.” Der Pastor richtet deshalb seinen Dank an alle bisherigen Spender und ehrenamtlichen Helfer. Ohne dieses Engagement sei das Projekt nicht realisierbar gewesen. Die Gemeinde habe die Zeit ohne Kirche hingegen nicht als Krise erlebt. „Die Renovierung hat uns zusammengeschweißt und stark gemacht, durch das Kirchenzelt ist die Gemeinde weiter gewachsen”, sagte Cochlovius. „Hoffen wir, dass die Kirche auch nach der Renovierung gut gefüllt wird.” Wer ebenfalls etwas spenden möchte, kann dies unter der Bankverbindung: KG Hohnhorst, KKA Wunstorf, Kontonummer 510346166, Sparkasse Schaumburg, Bankleitzahl 25551480. Verwendungszweck ist die „Stiftung Hohnhorst”. Bilder der Sanierung unter www.klussmann-concept-bau.de.Foto: nb