Zwei Architekten aus Hannover haben dem Feuerschutzausschuss ihre Vorstellungen von einem neuen Gebäude präsentiert. Die präsentierte „Bedarfsplanung” ist in Ansprache mit der Ortsfeuerwehr und der Verwaltung konzipiert worden. „Und sie ist lediglich die Vorstufe einer konkreten Planung für das Gebäude”, beruhigte Herwig Kruse, einer der Planer, die Ausschussmitglieder.
Einige von denen waren angesichts der in den Raum gestellten Gesamtkosten von 3,6 Millionen Euro merklich ins Grübeln gekommen. Die Planung sei danach ausgerichtet, wie eine Feuerwehr für die Aufgaben der Zukunft optimal aufgestellt sein müsse, so Kruse weiter. Als Schwerpunktfeuerwehr seien vielen Einsätze zu fahren und dafür sei der jetzige Standort nur bedingt geeignet. Auch das Gebäude selbst befände sich in einem maroden Zustand und sei für die Aufgabenstellungen einer modernen Wehr viel zu klein dimensioniert. Mit Übungsgelände und Feuerwehrturm müsste das neue Grundstück zwischen 10 000 und 11 000 Quadratmeter groß sein. Darin enthalten seien auch die Flächen für das Gerätehaus selbst mit Unterrichts- und Einsatzräumen, Umkleidebereich, Fahrzeughalle und Lager. 36 Monate werde es von der Planung bis zur Einweihung dauern, ein solches Gebäude mit entsprechendem Außengelände zu erstellen, rechneten Kruse und sein Kollege Michael Schulz dem Gremium vor. Die Ratsvertreter hatten damit einiges „zu schlucken”.
Während CDU als auch Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) für eine Bereitstellung der Gelder im Etat 2012 plädierten, wollte die SPD das Thema zunächst zurück an die Fraktionen schicken. Mit knapper fünf zu vier Mehrheit wurde am Ende beschlossen, die Entscheidung auf den Anfang dieses neuen Jahres zu vertagen.