BAD NENNDORF (Ka) Auf eine musikalische und organisatorische Zeitreise zurück in das Jahr 2010 begaben sich der Männergesangverein Bad Nenndorf unter dem Vorsitz von Otto Engelking und der Shanty-Chor „Leinen los” unter dem Vorsitz von Albert Büthe-Razik bei der Jahreshauptversammlung. Die beiden eng verbandelten Männerchöre, deren Mitglieder sich aus der Stammformation des Männergesangvereins gründete, blickten auf aktive Monate. Büthe-Razik setzte Maßstäbe bezüglich der Aktivitäten und unterstrich, dass bei allem was geplant und unternommen wird, die eigene Freude im Vordergrund stehen sollte, denn nur von einem glücklichen Sänger kann man fröhliche Lieder erwarten. Mit dieser Einstellung gehen die Chormitglieder in die zahlreichen Veranstaltungen und in die Proben. Gerhard Löffler steht federführend als Paradebeispiel, denn wenn er nicht selbst bei einem Auftritt als Gastgeber seiner Veranstaltung fungiert hätte, dann wäre er im Shanty-Chor der fleißigste Sänger mit null Fehlstunden gewesen. So teilt er sich den besten Platz mit nur einer Fehlstunde mit Walter Sickau. Aus dem Männergesangverein brillieren mit Fleiß Wilhelm Schwake, Bruno Jubin und Gisbert Hohe. Die Versammlung war gleichsam Rahmen für ein Dankeschön. Dieses richtete sich an die Ehefrauen der Sänger, die durch ihr großes Engagement im Hintergrund zum Erfolg der Chöre beitrugen, aber auch an den regelmäßigen Besuch der Gäste mit Bürgermeisterin Gudrun Olk und den Vorsitzenden des Kreischorverbandes Hannover, Peter Walter. Viele große öffentliche Auftritte und auch kleinere Gastspiele im privaten Bereich absolvierten die singenden Mannen und hinterließen nicht nur ihre Handschrift, sondern auch ein dankbares und glückliches Publikum. Der Männerchor nahm sich die Zeit für 41 Übungsabende und 11 Auftritte und die Shantys sorgten mit zusätzlichen 21 Übungsabenden und 27 Auftritten für gutes Gelingen. Eine stramme Leistung in Anbetracht, dass viele Sänger beiden Chören angehören. Traditionelle Lieder und Seemannsromantik haben in Bad Nenndorf eine Heimat und damit es auch in 2011 so bleibt, liegt vor den Chormitgliedern ein volles Programm. Zu den Erfolgen und dem Bestand haben viele langjährige Mitglieder beigetragen, lobte der Vorstand und auch Walter, der die Ehrungen in feierlicher Manier vornahm. Heinz Dormann, Heinrich Schmöe und Siegfried Zieseniß sind bis dato 60 Jahre im Verein aktiv. Auf 10-jährige Treue blickt Gerd Wulf. In Anbetracht dieser stolzen Leistungen und Jahre wünscht sich Walter eine Verjüngung in den Chorreihen, Nachwuchs ist gefragt. Kinder sollten schon frühzeitig an die Volksmusik herangeführt werden. Den Anfang bildet hier die Familie. Denn hier wird das Liedgut weiter vererbt und der Zugang geprägt. Foto: ka