BAD NENNDORF (Ka). Zum 33. Mal gaben sich die Freunde aus Doudeville die Ehre und bereicherten die Kurstadt mit ihrer Anwesenheit. Seit 1969 pflegt Bad Nenndorf mit der französischen Stadt im Arrondissement Rouen eine Partnerschaft, die beide Länder und besonders die Menschen harmonisch zusammenwachsen und vereinen ließ.

Bei einem festlichen Empfang im Rosensaal des Grandhotels Esplanade begrüßte der Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor Bernd Reese die kleine und treue Delegation und die Gastgeber. Er ließ die Zeit Revue passieren und erinnerte anhand Auszügen einer Chronik an den städtepartnerschaftlichen Weg und die gemeinsame Erlebnisse. Willi Döpke prägte die Deutsch-Französische-Gesellschaft (DFG) im Gründungsjahr 1975 und konnte weit mehr als 40 Bürger zum Aufbau des Partnerschaftsverein gewinnen. Reeses Dank galt in dem feierlichen Moment dem DFG-Vorsitzenden Gerhard Borcherding und der Vorstandskollegin Angelika Zeuschner, die auch im Jahr 2011 mit einem umfangreichen und abwechslungsreichen Programm aufwarteten. Der DFG-Vorstand hatte die unmittelbare Region für Unternehmungen ausgesucht und so durfte ein Besuch in Steinhude mit Aalräucherei-Besichtigung und Aal-Genuss nicht fehlen. Der Schwerpunkt ruhte aber auch in familiären wie auch gemeinschaftlichen Bereichen. Das harmonische Bündnis ist im Laufe der Jahre älter geworden, aber nicht minder interessant und spannend. Dabei hatte einst die Sprache sehr viele Gesichter. Zur Freude der Anwesenden erinnerte man sich gern und mit viel Humor an die ersten Sprachschwierigkeiten, die mit Händen, Füßen, Mimik, Gestik und ganzem Körpereinsatz bravourös gemeistert wurden. Heute besteht eine gewachsene tiefe Freundschaft, bei denen sich die Freunde oft blind, wortlos und mit Blicken verstehen, wobei es in dem Kreis nicht stiller geworden ist. Es gibt viel zu erzählen und zu berichten, sodass die gemeinsame Zeit regelmäßig im Nu verfliegt. Davon konnte auch die Vize-Präsidentin Ghislaine Charton berichten. Sie überraschte die Gastgeber mit einer deutschen Ansprache und einem Kunst-Geschenk. Ein Werk aus Doudevill schmückt nun die Rathaus-Wand und erinnert an die gemeinsame wertvoll gelebte Zeit. Foto: ka