Bei der Präsentation der Wahlprospekte weist Bernhard Loewa auf die Betonung der „Nachhaltigkeit” von Entschlüssen hin. „Alles, was wir heute entscheiden, hat ohne Zweifel Auswirkungen auf spätere Generationen”, deutet der Kreuzrieher weiter. Man müsse „ökologisch ausgerichtete Politik” betreiben und für eine solche seien die Grünen eben prädestiniert. Ein festgezurrtes Wahlprogramm mit konkreten Zielsetzungen werde man bei ihnen vergebens suchen, fuhr Zerries fort. „Wir müssen erstmal schauen, was schon da ist”. Bei anstehenden Entscheidungen solle ohne Fraktionszwang, klar ausgerichtet an der Sache, entschieden werden.
Die derzeit bestehende „hohe Glaubwürdigkeit der Grünen im Lande” wollen die Kandidaten auf Kreis-, Samtgemeinde- und Gemeindeebene dafür nutzen, in den Gremien „grüne Gedanken zu verankern, so drückt Lescher es aus. Viele Bereiche seien geeignet, ökologische Grundsätze in der Politik zu verankern. So zum Beispiel bei der Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen oder der Nutzung von Ausgleichsflächen. Man wolle „Bürgerrechte stärken, von der Basis bis nach oben”, heißt es weiter bei den Grünen, eben „mit den Leuten für die Leute”.
Um zu erfahren, wo es Bürgern und Interessengruppen auf den Nägeln brennt, sollen in nächster Zeit intensive Gespräche geführt werden. So unter anderem mit dem Naturschutzbund oder mit Vereinen. Und die Grünen wollen sich bei den Aktivitäten der Initiative „Bad Nenndorf ist bunt” aktiv mit einbringen. Den Eindruck, „die Bevölkerung nimmt die Grünen wieder wahr”, wollen die Kandidaten nutzen, um grüne Politik in den Räten zu etablieren. Ohne dabei „Besserwisserisch aufzutreten”, wie Zerries betont. Themen sollen auch der Ausbau innerörtlicher Radwege, die Brenntage oder soziale Gerechtigkeit sein. Bis zu den Kommunalwahlen am 11. September wollen die Grünen bei Auftritten in Lauenau, Bad Nenndorf und Rodenberg mit Infoständen verstärkt Flagge zeigen. „Die Leute müssten wissen, dass es möglich ist, diesmal auch grün zu wählen”, erklären die Kandidaten. Foto: pd