Die Leistungswettbewerbe sind in ganz Niedersachsen einheitlich geregelt. Simuliert wurde ein Feuer in einem Dachgeschoss. Innerhalb von zehn Minuten mussten die Gruppen eine Wasserversorgung herstellen, ein Rohr über eine Steckleiter auf ein Flachdach vornehmen und zwei weitere Rohre zur Sicherung der Nachbarschaft bereitstellen. Im Anschluss galt es, alle Geräte wieder abzubauen und im Fahrzeug zu verstauen. Dabei wurde der Schwerpunkt hauptsächlich auf die Beachtung der aktuellen Dienst- und Unfallverhütungsvorschriften gelagert. Abweichungen wurden vom Wertungsrichter mit Fehlerpunkten bestraft. Weiterhin wurden in den Ablauf sogenannte Zeittakte integriert. Hier mussten bestimmte Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Herstellen einer Saugleitung oder das Verlegen einer Schlauchleitung, so schnell wie möglich abgewickelt werden. Nach Ende der Einsatzübung wurden die Teilnehmer in die theoretisches Wissenspflicht genommen. Falsche Antworten führten auch hier zum Punktabzug. Die 500 Pluspunkte formieren sich bei den Herausforderungen selten und schmolzen daher schneller als gedacht. Um den Anspruch weiter zu steigern, wurden die Posten in der aus neun Feuerwehrmitgliedern bestehenden Gruppe zum Teil ausgelost. Grundsätzlich muss auch im Ernstfall jede Einsatzkraft alle Abläufe beherrschen. Für die Wettbewerbe, bei denen es wie beschrieben auf Sekunden ankommt, bedeutet dieses natürlich einen hohen Trainingsaufwand. Die vom Auslosen betroffenen Mitglieder müssen daher in jeder möglichen Konstellation zusammenarbeiten können. Entsprechend begann die Übungsphase der Haster Gruppe bereits im Frühjahr. Nahezu jede Woche trafen sich die Gruppenmitglieder, um für den großen Tag zu trainieren. Als der große Moment gekommen war, startete das Team zusammen mit Haster Fans Richtung Ostfriesland. In der Wertungsgruppe der wasserführenden Fahrzeuge, der auch die Feuerwehr Haste angehört, starteten 30 Gruppen aus ganz Niedersachsen. Schnell stellten die Feuerwehrleute fest, dass alle Gruppen auf einem sehr hohen Niveau an den Start gingen. So aber auch die Haster Kameraden. Das ausdauernde Üben machte sich bezahlt. Sie absolvierten eine fehlerfreie Übung. Einziger Wermutstropfen waren die eher mittelmäßigen Zeittakte, die die Wehr mit insgesamt 400,56 Punkten zum Ziel führte. Ein prinzipiell sehr gutes Ergebnis. Allerdings galt es zu berücksichtigen, dass in Bockhorn nur die besten niedersächsischen Feuerwehren an den Start gingen. So blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten. Gruppenführer Ulrich Nürnberg nahm schließlich die Urkunde für den 21. Platz entgegen. Trotz fehlerfreier Leistung reichte es nicht, sich weiter vorne zu platzieren. Dennoch regierte Zufriedenheit, denn das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Foto: ka