Schon die bunte Mischung der Gäste war ein Indiz dafür, in wie vielen Feldern Rosemarie Börner seit Jahrzehnten engagiert und ehrenamtlich tätig ist. Als besondere Anerkennung ihrer Verdienste für die Allgemeinheit hat Landrat Jörg Farr der Bad Nenndorferin am Montag die Medaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergeben. Die seltene Auszeichnung bekam Rosemarie Börner für ihr vielschichtiges Handeln in der Samtgemeinde, das vor allem der Jugend, den Senioren und Menschen am Rande der Gesellschaft gewidmet ist.
Neben dem Landrat würdigte auch Bürgermeisterin Gudrun Olk die Arbeit der Geehrten. Der Orden sei oft die Ehrung für ein Lebenswerk, führte der Landrat zu Beginn seiner Rede aus. Doch bei Rosemarie Börner sei die Auszeichnung eher als „Zwischenstopp” zu sehen, als Dankeschön für die bisher geleistete Arbeit in sozialen und gesellschaftlichen Themenfeldern. Denn, so Farr weiter, die Gesellschaft brauche Menschen wie Börner, die sich uneigennützig einbringen. Er hoffe doch sehr, dass die Ehrung als Ansporn gesehen werde, weiterzumachen. Ihr Wirken sei mustergültig und vorbildlich für andere.
Diesen Worten konnte sich Bürgermeisterin Gudrun Olk nur anschließen. Börner habe nie gefragt, was sie für ihren Einsatz bekomme. Das Wohl des Nächsten stehe für sie stets im Fokus ihres Handelns. „Ich freue mich, dass so eine Bürgerin hier lebt und wirkt”, schloss Olk ihre Ausführungen. In Vertretung für Stadtdirektor Bernd Reese lobte Hauptamtsleiter Heinrich Bremer die Arbeit von Börner. Es sei für ihn persönlich eine große Freude, dass die Bad Nenndorferin nun mit der hohen Auszeichnung belohnt werde.
Auch Rodenbergs Bürgermeister Ralf Sassmann ließ es sich nicht nehmen und meldete sich für die Kreis-Wählergemeinschaft zu Wort. „Wenn jemand diese Auszeichnung verdient hat, dann Du”, stellte er fest.
Die 1942 in Hannover geborene Börner ist sowohl auf kommunalpolitischer Ebene als auch in zahlreichen Vereinen und Organisatoren aktiv. Um hier nur einige Stationen und Aufgaben zu nennen: Sie sitzt für die Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) in Stadt- und Samtgemeinderat, arbeitet im Präventionsrat, ist vorrangig für die Einrichtung des Umsonstladens „ümmesüss” in Bad Nenndorf tätig gewesen, ist Sprecherin der Lokalen Agenda 21 Gruppe Soziales, hat die Polenhilfe mit ins Leben gerufen und leitete seit 1988 den Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit. Foto: pd