Wie in der Vorlage der Verwaltung zu lesen ist, soll mit der Umgestaltung vor allem erreicht werden, dass der Straßenzug attraktiver gemacht wird. Auch die Verringerung der Fahrspur mit gleichzeitiger Berücksichtigung der Radfahrer war für den Planer vorgegeben. Laut Kostenschätzung des Ingenieurbüros Kirchner belaufen sind die Kosten für die von Hobigk vorgestellte Umbauvariante auf 615 000 Euro. Unter Voraussetzung, dass der Straßenoberbau beibehalten werden kann und lediglich die Asphaltdecke erneuert werden muss. Nach den Worten des Planer wirkt der überplante Straßenraum durch seine Breite und Ausstattung, den hohen Versiegelungsgrad und die weiten Kurvenradien wenig einladend. Anstatt einer „Erlebnis- und Gestaltqualität für Passanten und Kurgäste” würden verkehrstechnische Belange dominieren. „Da wollen wir was tun”, erklärte Hobigk. Der Einfahrtsradius in die Kurhausstraße von der Bahnhofstraße aus müsse minimiert werden. Für die Radfahrer müsse ein „Fahrrad-Schutzstreifen” her und durch unterschiedliche Gestaltungselemente müsse die Straße grundsätzlich eine Aufwertung erfahren. „Auch zulasten der Parkplätze”, machte der Stadtplaner deutlich. Bei seiner Planung würden entlang der Zeile mit den Geschäftshäusern acht Parkplätze wegfallen - zugunsten von Pflanzbereichen oder Bäumen. Verändert werden müsse auch der Einfahrtsbereich von der Horster/Haster Straße aus. Auch hier würde es an Aufenthaltsqualität mangeln, die für einen Kurort notwendig sei. Hier könnte sich der Planer eine Art stilisierte Stadtmauer vorstellen und auch eine Verengung des Kurvenbereichs vorstellen. Die beiden langen Bushaltebuchten nach dem Abknicken der Kurhausstraße möchte Hobigk ebenfalls verändern. Diese Bereiche müssten „zurückgebaut werden”. Busse könnten zukünftig am Straßenrand, nicht in speziellen Buchten, halten. „Buskaps” nannte er diese Variante. In Gesprächen mit den betroffenen Verkehrsbetrieben habe es dagegen keine Einwände gegeben, konnte der Planer gleich hinzufügen.Ratsherr Erwin Biener von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) kritisierte die Längsaufstellung für Pkw. Volker Busse von der SPD zeigte sich von dem ersten Entwurf „begeistert”. Ansgar Werner von der CDU bemängelte den Wegfall an Parkplätzen. Seiner Einschätzung müsse es noch mehr Stellplätze im Innenstadtbereich geben. Frank Steen erklärte, dass die WGN mit den vorliegenden Plänen leben könne, auch mit dem Wegfall von Parkplätzen.
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