Norbert Rob Schittek betont bei einem Pressegespräch, dass die Exponate den aktuellen Stand darstellen, die Inhalte aber sehr wohl fortgeschrieben werden sollen. „Wir werden ergänzen und die Entwicklungsstufen kontinuierlich dokumentieren”, betont Schittek. Wichtiges „Exponat” soll ein Buch werden, in dem die Besucher der Ausstellung ihre Kommentare abgeben können.
„Wir gehen davon aus, dass die Schau durchaus ein Ort der Kommunikation und Auseinandersetzung mit dem Thema werden kann”, so der Professor für Gestaltung und Darstellung. Bürger der Stadt wie auch Besucher haben durch die Ausstellung die Möglichkeit, ein Gefühl für die Zielsetzungen der Innenstadtsanierung zu bekommen.
Schittek ist davon überzeugt, dass sich die Ideen zur Neugestaltung der Fußgängerzone, des Kurparks, eines „Zentralen Platzes” oder des Bereiches rund um die Landgrafentherme gut entwickeln werden: „Das wird sicher alles zur Qualitätssteigerung des Ortes beitragen”.
Daher sei es wichtig, dass sich Bürger und andere Interessierte umfassend informieren können. „Das Kulturforum hat sich der Sache angenommen”, führt Schittek weiter aus. Das sei gut, denn diesem Verein mit bestem Renomée könne keine Lobbyarbeit vorgeworfen werden. Und Architektur sei durchaus als Kulturarbeit zu verstehen.
Mit einer Spende von 1000 Euro beteiligt sich die Sparkasse Schaumburg an den Kosten für die Ausstellung. Die KurT stellt die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung und liefert den Strom ohne Berechnung. Auch die Interessengemeinschaft Nenndorf (IGBN) ist als Sponsor mit von der Partie. Die Stadt habe die Idee von der Ausstellung positiv aufgenommen und begleitet, ergänzt Beiratsmitglied Stumm.
Denkbar sei auch, die Räume zu einem späteren Zeitpunkt für andere kulturelle Aktionen zu nutzen. „Wir wollen aber auf gar keinen Fall einen neuen Veranstaltungsraum daraus machen”, unterstreicht Stumm. Es gebe aber schon Ideen für die Nutzung des freien Ladenlokals, die aber weder terminlich noch konzeptionell festgezurrt seien. Fest steht aber, dass das „Kulturforum” die Räume auf „unbestimmte Zeit” für die Ausstellung nutzen dürfe. Schittek, der in den vergangenen Tagen mit den Vorbereitungen befasst war, wurde auch schon neugierig auf die Aktivitäten im Laden angesprochen. In Gesprächen mit interessierten Passanten habe er durchaus positive Grundstimmung zu den Plänen feststellen können. „Nur mit der Parkpalette können sich die meisten überhaupt nicht anfreunden”, verriet der Künstler und Dozent. Die Ausstellungseröffnung am Freitag um 17 Uhr ist öffentlich. Die Begrüßung wird Ulrich Stumm übernehmen, für den offiziellen Teil ist Bürgermeisterin Gudrun Olk zuständig. Foto:pd