In der SPD habe man sehr intensiv über die Kostenfrage diskutiert, erklärte Volker Busse. Der Fraktionssprecher brachte die Reduzierung der Planungskosten vor, die nach seiner Auffassung zwar in den Haushalt einstellt werden sollten, aber nicht in der vorgeschlagenen Höhe. „ 90.000 Euro sind zu hoch, überhaupt können wir uns 3,6 Millionen Euro für einen Neubau nicht leisten”.
Auch Werner Bövers von der CDU ging in diese Richtung in seiner Argumentation. „Man kann auch mit weniger auskommen!”, so seine Meinung. Die Anschubfinanzierung solle kommen, aber die Planungskosten könnten auf 50.000 Euro begrenzt werden. Vor diesem Hintergrund solle dann das Raumprogramm und die konzeptionelle Ausrichtung auf den Tisch kommen. Bövers informierte das Gremium darüber, dass sich einige Mitglieder der Fraktion das erst vor kurzem fertiggestellte Gebäudes in Lindhorst angeschaut hätten. Das habe 1,1 Millionen Euro gekostet. Das in konventioneller Bauweise errichtete Gebäude würde allen Anforderungen gerecht werden. Zum Areal würden auch fünf Einstellplätze gehören. Nach Auffassung von Bövers könnte man bei einem ähnlichen Gebäude für die Feuerwehr Bad Nenndorf mit maximal 1,8 Millionen Euro an reinen Baukosten auskommen.
Erwin Biener von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) gab zu verstehen, dass seine Gruppe die 90.000 Euro an Planungskosten beibehalten wolle, sich aber auch einer Reduzierung anschliessen könnte. Gegen eine Deckelung der Baukosten sprach sich Ralph Tegtmeier von der SPD aus. Eine Reduzierung der Planungskosten werde nach seiner Auffassung automatisch auch eine Minimierung der Gesamtkosten des Projektes zur Folge haben. Der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde votierte einstimmig dafür, 60.000 Euro für die Planung eines neuen Feuerwehrgerätehauses in der Kurstadt in den Haushalt 2012 auf zunehmen.