Schaumburger Wochenblatt
  1. Jetzt wird später gemäht

    180 Kilometer Wegstrecke mit ökologischem Mähkonzept

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    RINTELN (ste). Ungefähr 180 Kilometer Wegsaum wird vom Bauhof der Stadt Rinteln in herkömmlicher Weise gemäht. Das heißt, dass in den meisten Fällen das geschnittene Gras stark zerkleinert und auf dem Saum belassen wird. Ab diesem Jahr greift das neue "Ökologische Mähkonzept Stadt Rinteln". Dieses wird durch das Programm LEADER als Maßnahmenprogramm der EU im ländlichen Raum gefördert. Gemeinsam mit dem NABU und den beiden Landschaftsarchitekten Elvira Pass und Wolfgang Hanke vom Büro "O.9" aus Minden plant der Bauhof, allen voran Klaus-Ulrich Hartmann, das neue Projekt mit der Zielsetzung, das Teile der Säume mit blühenden Kräutern angereichert werden, um Insekten und Vögeln Nahrungsflächen zu schaffen. Außerdem soll dies der Herstellung eines wirksamen Biotopverbundes in der Agrarlandschaft dienen. In zwei Arbeitsschritten wurde das Projekt unterteilt. Der erste Schritt, die Vorauswahl der Flächen im Stadtgebiet, eine vegetationskundliche Untersuchung und die Kartierung sind bereits erfolgt. Jetzt werden einige artenreiche oder aufgrund der Breite gut geeignete Säume - in etwas 70 bis 80 der 180 Kilometer - einer ökologischen Pflege unterzogen. Hier soll dann die Mahdhäufigkeit reduziert und das Mahdgut abgeräumt werden. Diese Mahd erfolgt deutlich später als sonst üblich, sodass erst Mitte bis Ende Juli gemäht wird. Natürlich gilt es auch dabei, die Sicherheit immer an ersten Stelle zu sehen und das das Mähen an Sichtdreiecken, Kreuzungen und Einmündungen immer gewährleistet ist. Klaus-Ulrich Hartmann und Daniel Spönnemann berichten beim Pressegespräch: "Da müssen wir beim Bauhof noch eine Menge dazu lernen." Bereits jetzt werden in Gruppen schon Gespräche zur Umsetzung geführt. Aktiv beteiligt sich da auch die NABU Arbeitsgruppe "Mahd", die mit Maria Rollinger, Ute Barganda und Angelika Wagner mit vor Ort waren. Sicher ist auf jeden Fall, dass künftig anders gemäht wird, um die Blütenvielfalt als Nahrungsquelle zu erhalten. Die Mahd, die bislang auf den Teilstücken liegengelassen wurde, soll dazu abgetragen werden. Die Kosten für das neue Konzept betragen 80.000 Euro bei einem EU-Zuschuss von 44.000 Euro. Foto: ste

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