Bei einer großangelegten Verkehrskontrolle in Lauenau und Bad Nenndorf hat die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg am 22. April zahlreiche Verstöße festgestellt. Zwischen 13 und 19 Uhr überprüften die Einsatzkräfte an der B 442 am Autohof Lauenau, an der B 65 in Bad Nenndorf sowie bei mobilen Kontrollen insgesamt 462 Menschen.
Insgesamt waren 63 Einsatzkräfte an den Kontrollstellen im Einsatz. Bei 20 Fahrzeugführern ergaben sich Hinweise auf den Einfluss von Drogen oder Medikamenten, zwei weitere hatten vor Fahrtantritt Alkohol und Drogen konsumiert. In 22 Fällen ordnete die Polizei Blutentnahmen an und untersagte die Weiterfahrt. Ein Führerschein wurde beschlagnahmt.
Zudem trafen die Beamten auf zwei Autofahrer ohne Fahrerlaubnis. Bei einem 25-Jährigen, der positiv auf THC getestet wurde, stellten sie Kennzeichen fest, die nicht zu dem Fahrzeug gehörten; das Auto war außerdem nicht zugelassen. Ein 20-Jähriger fiel laut Polizei durch massive körperliche Auffälligkeiten auf, die auf den Konsum sogenannter Legal Highs, also neuer psychoaktiver Stoffe, hindeuteten.
Unterstützt wurden die Polizeikräfte im Landkreis Schaumburg durch THW, dem DRK, dem Hauptzollamt Hannover und dem Gewerbeaufsichtsamt Hannover.
Durch die Kontrollen mit weiteren Einsatzkräften aus anderen Bundesländern sollen die Maßnahmen harmonisiert werden, sodass bundesweit ein einheitlicher Standard greift. Gleichzeitig wird der Ausbildungsstand verbessert, und die Beamtinnen und Beamten können sich vor Ort bei diesen gemeinsamen Kontrollen über ihre Erfahrungen austauschen.
Die Bezeichnung „legal“ ist irreführend. Bei sogenannten Legal Highs handelt es sich um neue psychoaktive Stoffe, deren chemische Struktur so verändert wird, dass sie zunächst nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen; trotzdem gelten sie als gesundheitsgefährdend und können strafrechtlich relevant sein. Typische Beispiele sind synthetische Cannabinoide, „Räuchermischungen” und Co.
Über die Großkontrolle
Die Polizeidirektion Göttingen hatte vom 21. bis 23. April im gesamten Zuständigkeitsgebiet eine Großkontrolle mit dem Schwerpunkt Fahrtüchtigkeit durchgeführt. Insgesamt rund 200 Beamte überprüften auf Alkohol-, Drogen- und Medikamenteneinfluss.
Nach fünf Kontrolltagen kam man so auf rund 1500 überprüfte Fahrzeuge. Festgestellt wurden dabei zahlreiche Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie Straftaten.
Das Thema Fahrtüchtigkeit ist in diesem Jahr erneut Landesschwerpunkt und gehört zum festen Bestandteil der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Autofahren unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss kann die Reaktionszeit verlangsamen, das Sehvermögen beeinträchtigen und zu Selbstüberschätzung oder Koordinationsproblemen führen.
Vor dem Hintergrund der Cannabislegalisierung seien laut der Polizeidirektion Göttingen regelmäßige Kontrollen zudem überaus sinnvoll und notwendig, hieß es. Mit dem erhöhten THC-Grenzwert steige das Risiko von Drogenfahrten und damit auch die Gefahr von Verkehrsunfällen.
LK Schaumburg
B 442 Lauenau & B 65 Bad Nenndorf · 22. April 2025