Helle Freude herrschte bei Athleten und Betreuern über die gezeigten Leistungen. Annika Wittekindt triumphierte in ihrer Klasse bis 33 Kilogramm. Mit einem Bilderbuchwurf eines „Uchi-mata” und einem weiteren Kampf ebnete sie sich den Weg ins Finale und stieß dort auf eine deutlich größere und kräftigere Gegnerin. Doch mit einem Fußwurf und einem Haltegriff verteidigte sie den schon im Vorjahr errungenen Meistertitel.
Die ältere Schwester Merle (bis 52 Kilogramm) eiferte ihr nach. Zweimal gewann sie mit guten Griffkämpfen und drehte sich zum richtigen Zeitpunkt in die Gegner ein. Im Schlusskampf stieß sie auf Freundin Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde. Beide hatten den Ehrgeiz zum Sieg. Giovanna griff unermüdlich an; doch Merle nutzte Haltegriff und Armhebel, um sich den Traum des Titelgewinns zu erfüllen.
In der Klasse bis 33 Kilogramm musste Leichtgewicht Maike Wittekindt gegen eine Angstgegnerin aus Meine antreten. Sie dominierte zwar, erreichte aber keine Wertung und wurde in die Trostrunde verbannt. Dort bugsierte sie sich mit vorzeitigen Siegen ins kleine Finale, traf dort wieder auf ihre erste Gegnerin und schaffte schließlich den befreienden Wurf zum Sieg: Bronze.
Sophie Ting (bis 57 Kilogramm) brillierte zunächst in den Vorrunden und zog klar in den Endkampf ein. Derweil war Vereinskollegin Sara Weindl durch die Trostrunde ins kleine Finale gelangt und konnte ebenfalls Bronze erringen. Sophie Ting dagegen hoffte auf eine Revanche für die Landesmeisterschaft. Damals war sie im Kampf um den Sieg gegen Anna Lachetta unterlegen. Doch die Wiederholung des damaligen Finales führte zu keiner Korrektur: Lachetta gewann; Ting war dennoch zufrieden über ihre Vizemeisterschaft.
Den sechsfachen Erfolg ergänzte Fiene Blum in der hart umkämpften Klasse bis 36 Kilogramm und sicherte sich Bronze. Ein Lob gab es für Peter Gärtner, der die Gruppe unermüdlich betreute.
Emma Hesse und Paula Schäfer hatten das Pech, in ihrer Gewichtsklasse gegeneinander antreten zu müssen. Sie belegten einen 7. und einen 9. Platz belegten, behaupteten sich damit aber gut angesichts des starken Teilnehmerfelds. Dennoch gab es Tränen bei Emma: Sie hatte ihre Freundin Paula unglücklich verletzt. Foto: al/p