Mit dem Ausscheiden der beiden Ehrenamtsträger gibt es dieses Amt nicht mehr. „Mir hat das immer Spaß gemacht”, betonte Lohmann bei der kleinen Abschiedsfeier im Amtszimmer von Günther Wehrhahn. Der Hauptamtsleiter überreichte beiden Blumensträuße und Urkunden zum Abschied.
Von 1974 an war Lohmann für Messenkamp und Altenhagen II verlässlicher Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Aufgabenfelder. Im Oktober 1984 ist Friedrich Wenthe für Pohle als Ortsbeauftragter verpflichtet worden.
Diese sollten das Bindeglied zwischen Bürgern in den kleinen Mitgliedsgemeinden und der Verwaltung sein, hatten mit Pass- und anderen Behördendingen zu tun und waren oft „Ohrenzeugen” wenn es darum ging, kleine oder größere Probleme zu regeln. „Wir hatten sogar darüber Buch zu führen, wie viel Vieh in unserem Ort gehalten wird oder wie viel Grund und Boden zur Verfügung steht”, erinnern sich Wenthe und Lohmann.
Für die Aushänge in den offiziellen Schaukästen waren sie ebenfalls zuständig. „Und für die Straßenzustandsberichte”, ergänzt Lohmann. Das Misstrauen, das viele Bürger zu Beginn der Kreisreform Mitte der 70er Jahre gegen die ortsfremde Samtgemeindeverwaltung hegten, legte sich mit der Zeit. „Das ist vielleicht auch mit unser Verdienst gewesen”, mutmaßt Lohmann.
Er habe immer versucht, gut für die Verwaltung und die Bediensteten im Rathaus zu reden.
„Das Verhältnis wurde mit jedem Jahr besser und damit haben wir uns quasi selbst um unsere Aufgaben gebracht”, führt der Messenkämper fort, der lange Jahre auch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde war.
Mit dem Wegfall der Kompetenzen ist das Amt des Ortsbeauftragten überflüssig geworden.