Den Grund für das Dilemma sieht Heilmann, wie er jetzt vor dem Lauenauer Rat ausführte, im „gewogenen Landesdurchschnitt” der Hebesätze. Jede Erhöhung in einer Kommune setze die Steuerschraube in Bewegung. Das habe Folgen auf den sich daraus berechnenden Finanzausgleich.
Heilmann hadert mit dem Land und gab beiden großen Parteien die Schuld an der Misere: „Unter einem SPD-Minister hat das angefangen; der CDU-Minister setzt das fort.” Leidtragende seien die Gemeinden und eben die Bürger. Vom Grundsteueraufkommen blieben gerade zwei Prozent in Lauenau: „Von einem Einfamilienhaus lässt sich nicht einmal der Strombedarf für eine Straßenlampe bezahlen.”
Deshalb richtete der Verwaltungschef einen dringenden Appell nach Hannover: „Das Land muss endlich einen festen Satz einrichten.” In konkreten Zahlen ausgedrückt: Lauenau erhebt für landwirtschaftlichen Besitz 310 Punkte und für bebaute Grundstücke 320 Punkte. Schon im benachbarten Bad Münder wird ab 2012 ein Drittel mehr verlangt: 380 Punkte beziehungsweise 410 Punkte.