In seinem Bericht ging Bövers in der Hauptsache auf den Verlauf der Kommunalwahlen 2011 ein. Dabei sei man zwar nicht auf allen Ebenen erfolgreich gewesen, räumte Bövers ein. Das sei wohl vor allem auf die niedrige Wahlbeteiligung zurückzuführen. Im Samtgemeinderat habe die CDU ihre elf Mandate halten können, während die Sozialdemokraten Einbußen hätten hinnehmen müssen. Vor allem in Bad Nenndorf und Hohnhorst habe die CDU gute Ergebnisse einfahren können, was sich allerdings nicht auf die Verteilung der Sitze ausgewirkt habe.
Bövers führte weiter aus, dass es ihn besonders gefreut habe, gleich drei unter 20-jährige CDU-Kandidaten in die Nenndorfer Räte einziehen zu sehen. Diese Tatsache war auch so eine Art Stichwort für Bövers, seinen Amtsverzicht zu begründen. Es sei nun Zeit, verstärkt dem Nachwuchs das Vertrauen zu schenken. „Ich bleibe aber weiter in der Politik”, bekräftigte Bövers. Mit ihm verzichteten Marlies Matthias, bislang Schriftführerin des CDU-Samtgemeindeverbandes, und Ewald Siekmeier, über Jahrzehnte Schatzmeister, auf ihre Posten im Vorstand.
Neben den Vorstandswahlen stand die Vorstellung der beiden Bewerber um die CDU-Landtagskandidatur im Vorgrund der Versammlung im Gasthaus „Hattendorf” in Kreuzriehe. Mike Schmidt aus Auhagen und Christel Oberheide aus Rodenberg bekamen die Gelegenheit, sich und ihre Zielsetzungen vorzustellen.
Schmidt gehört dem Arbeitskreis „Polizei und Inneres” der CDU Landtagsfraktion an. Er kündigte an, im Falle einer Wahl „Sprachrohr für die Bürger im Landkreis” sein zu wollen. Die Stärkung des ländlichen Raumes unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung wolle er sich auf die Fahne schreiben. Vor dieser Zielsetzung sieht er eine vorrangige Aufgabe darin, den Großraumverkehr Hannover auf „Gesamtschaumburg” auszudehnen. Darüber hinaus sei die Beseitigung des Fachkräftemangels und Bildung überhaupt für ihn wichtig. Politisch motivierten Straftaten müsse ein Riegel vorgesetzt werden, so der 36-jährige Verwaltungsfachwirt, für den allein schon aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im gehobenen Dienst der Polizei in Nienburg die Innere Sicherheit ein besonderes Anliegen sei.
Seine Mitbewerberin um das Amt des CDU-Landtagskandidaten sieht vor allem die Finanz- und Haushaltspolitik als ihr Metier. Die Schuldenbremse solle in der Landesverfassung verankert werden, so die Meinung von Christel Oberheide. „Den demografischen Wandel müssen wir als Chance begreifen”, forderte die 49-jährige Rodenbergerin. Flexible Betreuungszeiten für berufstätige Eltern, attraktive Baugebiete, betreutes Wohnen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, Mehrgenerationenhäuser und eine gute Versorgung mit Haus- und Fachärzten vor Ort waren Themen, die sie unter anderem in ihrer Vorstellungsrunde zur Sprache gebracht hat.
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