Suchergebnisse (Gesundheit) | Schaumburger Wochenblatt

Dieser Spargel vom Stadthäger Wochenmarkt muss nach geschält werden. (Foto: ab)

Spargel – das „königliche“ Gemüse

Dieses Zitat wird Johann Wolfgang Goethe zugesprochen, der sogar selbst Spargel angebaut haben soll. Heute muss man auch außerhalb der Saison nicht auf Spargel (lat.: Asparagus) verzichten - in Konserven oder sogar über teure Importwege, kann das Gemüse das ganze Jahr über gegessen werden. Genießer greifen jedoch auf die frische Variante zurück und das bedeutet, die Zeit zwischen etwa Mitte April – abhängig von der Witterung – bis zum 24. Juni bekommt man insbesondere auf Wochenmärkten, aber auch in gut sortierten Supermärkten, stets frische Ware. Bereits vor über 2.000 Jahren war Spargel Teil der Festmahle bei Griechen und Römern; zu der Zeit die grüne Variante. Dieser Spargel entsteht, wenn die Stängel aus der Erde herauswachsen und ans Sonnenlicht gelangen. Zunächst wird die Spitze violett, dann wechselt das Gewächs auf Grün. Etwa ab dem 16. Jahrhundert wanderte Spargel aus den Kräutergärten der Klöster auf die Tische der Königshäuser in Deutschland, erst im 19. Jahrhundert setzte sich der unterirdisch gestochene Bleichspargel durch. Spargel ist gesund und sehr kalorienarm. 500 Gramm – das ist die Menge, die in vielen Rezepten pro Person berechnet wird- haben lediglich circa 75 Kalorien. Zu den über 90 Prozent Wasser beinhaltet das Gemüse etwa 2 Prozent Protein, 4 Prozent Kohlenhydrate und nur 0,2 Prozent Fett. Weitere Spurenelemente und Vitamine fördern die Gesundheit. Kalium, Kalzium, Phosphor sowie die Vitamine A, K und E wirken sich positiv aus. Der bei einer Reihe von Menschen feststellbare intensive Uringeruch entsteht vermutlich durch Schwefelverbindungen während des Verdauungsprozesses. Bis zu 350 Milligramm Stickstoff pro 100 Gramm sind für den gesteigerten Harndrang verantwortlich. Jede Region behauptet von sich, den besten Spargel zu liefern. Wenn man Interviews in den sozialen Medien Glauben schenken darf, so erkennen nicht einmal die Produzenten bei Blindverkostungen ihren eigenen Spargel am Geschmack. Wichtig dafür ist zumindest der lockere, sandige Boden, gute Pflege und Wärme – darin sind sich alle einig. Seit einigen Jahren werden vielerorts die Spargelfelder mit Folie abgedeckt, um frühzeitiger ernten zu können. Etwa drei Jahre nach Pflanzung ist die erste Ernte ergiebig, nach circa 10 – 12 Jahren lässt der Ertrag nach. Für das Erkennen von frischer Ware gibt es ein paar Tipps von den Fachleuten. Die Stange sollte eine glänzende Schale besitzen. Die Spargelköpfe sollten geschlossen sein. Wenn man den Stängel in die Hand nimmt, sollte er biegsam und saftig sein. Als letztes Merkmal dient der „Quietschtest“: Zwei Stangen aneinander reiben – dabei muss ein quietschendes Geräusch entstehen, dann ist die Ware frisch und saftig. Ein Tipp vom Wochenmarktbeschicker: Kaufen Sie lieber ein Kilogramm weniger, aber dafür die beste Ware - auch wenn die etwas teuerer ist - es lohnt sich. Für die Spargelzubereitung gibt es hunderte von Rezepten. Beim Klassiker wird das Gemüse nach dem Schälen – vor Ort in einem Schälautomat oder zu Hause mit einem Sparschäler- in einem großen Topf – idealerweise in einem Spezialtopf mit einem herausnehmbaren Sieb – circa 10 bis 15 Minuten (je nach Dicke der Stangen) gekocht. Kartoffeln, selbstgemachte Hollandaise und dazu ein Kalbsschnitzel vom Bio-Bauernhof – fertig ist der Genuss! Die Schale des Gemüses bitte nicht sofort entsorgen - aus den Abschnitten lässt sich prima die Grundlage für eine tolle Spargelcremesuppe als Vorspeise herstellen. Zum Nachtisch bieten sich Erdbeeren aus Deutschland an. Diese werden seit wenigen Tagen auf den Wochenmärkten und in Supermärkten angeboten und stammen aus Süddeutschland. Mein Geheim-Favorit: Eine große Schale Erdbeeren, dazu Schokoladeneis mit Chili und darüber einen Schuss Eierlikör! Zum Schluss noch ein wenig „Thekenwissen“: Laut dem Statistischen Bundesamt wurde im Jahr 2022 auf circa 22.000 Hektar Spargel in Deutschland angebaut, in Niedersachsen nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) auf etwa 4.500 Hektar. Mit über 26.000 Tonnen ernteten die Niedersachsen dabei 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei einer Reihe von Beispielen wird häufig mit der Fläche von Fußballfeldern verglichen. Ich versuche es einmal anders. Ein Kilogramm Spargel besteht aus bis zu 16 Stangen. Bei circa 26.000 Tonnen Gemüse ergibt das die Zahl von ungefähr 416 Millionen Spargelstangen in Niedersachsen. Wenn man eine durchschnittliche Stängellänge von 17 Zentimetern annimmt, dann ergeben etwa sechs Stangen einen Meter, die Gesamtlänge aller Spargelstangen aus Niedersachsen ergeben aneinandergelegt also über 69.000 Kilometer und damit mehr als Ein- einhalb mal um den Erdball gelegt. Das Schaumburger Wochenblatt wüscht noch bis zum Johannistag „Guten Appetit“ mit dem „König der Gemüse“.
Susanne Tünnermann (im Reifen links) freut sich mit Trainerinnen, Trainern und Sponsoren auf die neue Saison im Schlosspark. (Foto: ab)

„Sport im Park“ startet in die fünfte Saison

In diesem Jahr können sich die Teilnehmer im schönen Ambiente des Stadthäger Schlossgartens über 17 verschiedene Formate freuen. Neben Angeboten zur Körperwahrnehmung, Dehnungsübungen, Entspannung, Powerkursen, Boule, Kampfsport und Tanz sind im diesjährigen Programm ganz neu Mamashape und Chi-Gong hinzugekommen. Den Startschuss in das fünfte Jahr „Sport im Park“ gibt das Team um Tünnermann am 21. Mai um 11.00 Uhr mit „Welcome Body Balance. Im Stundentakt folgen „Welcome Dance Aerobic, „Welcome Body Combat“ und „Welcome Yoga“. Vom 22. Mai bis einschließlich 1. Juli kann dann jedermann/jedefrau – kostenlos – die ganze Woche über, unterschiedliche Trendsportarten, Gesundheits– und Fitnessangebote, besuchen; und das Ganze an der frischen Luft. Susanne Tünnermann und Manu Harmening vom „Looms“ betonen ausdrücklich, dass der Trainingsstand der Teilnehmer keine Rolle spielt – Sport im Park ist ein Programm für jeden! Damit ein solches Angebot für alle kostenlos angeboten werden kann, bedarf es der Unterstützung von Sponsoren. Neben den unterstützenden Vereinen VfL Stadthagen, Postsportverein Stadthagen, ProFightingGym und Manico wird das beliebte Outdoor-Event von der Stadt Stadthagen, vom BMW-Autohaus Becker-Tiemann, der Sparkasse Schaumburg, von Intersport Kreft und vom Looms gesponsert. Ab Samstag, dem 6. Mai ist das komplette Programm auf einer eigenen Homepage eingestellt. Unter: www.sportimpark-stadthagen.de können sich Interessierte über die einzelnen Kurse informieren und erfahren, ob Sportgeräte oder Hilfsmittel mitgebracht werden sollten. Auf Facebook und Instagram posten die Organisatorinnen täglich frische Informationen und News. In den vergangenen vier Jahren hatten nach Angaben von Manu Harmening geschätzt über 4.000 Personen teilgenommen, vom Kleinkind bis zu Senioren. Die Besucherzahlen der einzelnen Angebote schwankten dabei von 3 bis zu mehr als 50 Teilnehmern. „Looms“-Geschäftsführer Dirk Strebost bedankte sich bei den sportbegeisterten Sponsoren „… ohne die ein solches umfangreiches Angebot nicht kostenlos angeboten werden kann.“ Am 2. Juli endet das diesjährige „Sport im Park“ mit einer großen Abschlussveranstaltung sowie einer Tombola. Einzelheiten dazu werden rechtzeitig im Schaumburger Wochenblatt sowie auf der Homepage und in den sozialen Medien bekannt gegeben.
Das Pro Rinteln Team wird wieder als Ansprechpartner für Besucher zur Verfügung stehen.<br> (Foto: ste)

Heute: „Gesundheit und Sport erleben”

Der Zusammenhang von sportlicher Betätigung und Gesundheitsvorsorge liegt eigentlich klar auf der Hand. Nicht umsonst heißt es: „Wer rastet, der rostet!” Regeneration ist ein weiteres Zauberwort zwischen den sportlichen Aktivitäten und alles zusammen steigert das allgemeine Wohlbefinden und die Gesundheit. Und der Sport rückt immer weiter in den Lebensmittelpunkt vieler Menschen. Gesund leben heißt gleichzeitig auch, die eigenen körperlichen Grenzen zu erkennen, auf seinen Körper zu achten, einer gesunden Lebensweise gegenüber aufgeschlossen zu sein, den passenden Ausgleich zum Alltag zu finden und dabei Körper und Geist im richtigen Moment eine kleine Auszeit zu gönnen. Bei der Pro-Rinteln-Aktion „Gesundheit und Sport erleben” am heutigen Samstag, 22. April, in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr präsentieren sich zahlreiche Aussteller mit ihren Produkten und Dienstleistungen rund um die Themen Medizin und Therapie, Sport und Fitness, Pflege und Rehabilitation, Versicherung und Vorsorge, gesunde Ernährung sowie Vereine und Selbsthilfegruppen. Im persönlichen Austausch gibt es Informationen aus erster Hand sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Ausprobieren, Mitmachen und aktiv werden. Fleischerei Rauch ergänzt diese Veranstaltung mit einem Stand und auch die heimische Gastronomie und der Rintelner Einzelhandel sind bestens vorbereitet auf einen schönen Samstag. Der Stadtmarketingverein Pro Rinteln e.V. lädt heimische Bewohner und auch Tagesausflügler ganz herzlich ein, durch die Aktion „Gesundheit und Sport erleben” Rinteln noch einmal ganz anders wahrzunehmen. Um 13 Uhr wird die Hip Hop Gruppe des VTR um Dana Madleen Hugo auftreten und um 14 Uhr gibt es einen Auftritt der Cheerleader Gruppe „Black Jack” des TSV Krankenhagen.
SKYDD als Modell schon zu besichtigen. (Foto: ab)

„WellCity“ – Gesundheit und Wohlbefinden in Stadthagen

Vier der vorgestellten Entwürfe erhielten von den Juroren: Lena Adelt, Dr. Holger Rabe, Jessica Lietzau und Thomas Bade schließlich eine besondere Auszeichnung. An dieser Stelle möchten wir unseren Lesern, wie angekündigt, alle 13 vorgestellten Ergebnisse vorstellen. Die Aufgabe, für die die Studierenden insgesamt 16 Wochen Zeit hatten, floss als Prüfungsleistung in das Semester ein und Gunnar Spellmeyer fertigte fleißig Notizen an. Zu den Projekten: „SKYDD“ ist ein universell einsetzbarer Spielplatz, bei dem die Aufenthaltsqualität, die Aufsicht über die Kinder, der kommunikative Austausch sowie eine interessante Anordnungsvielfalt im Fokus standen. Unter dem Namen „Playplace“ entstanden temporär einsetzbare Spielcontainer, bei denen die sozialen Kompetenzen der Kinder gestärkt werden sollen. Besondere Beachtung dabei erhielte die angepeilte Kostenspanne – zwischen 8.000 und 20.000 Euro gegenüber 65.000 bis 125.000 Euro für herkömmliche Produkte. Mit der Ausgangslage „Schaumburg ist bunt“ sollen Zielgruppen wie Senioren und/oder Migranten gemeinsam im Rahmen eines „Upcycling“ ein Möbelstücke kreieren und herstellen. Mit dem „Safe Tap“, einer Neuentwicklung eines 100-Grad-Wasserhahns, sollen zukünftig Verbrühungen an den Händen durch kochendes Wasser der Vergangenheit angehören. „Slow Dog“ spricht die zahlreichen Hundebesitzer an. Eine speziell entwickelte Hundeleine mit eingebauter Bremse soll Stürze und Verletzungen durch einen plötzlichen Ruck – ausgelöst durch den Hund – verhindern. Dieselbe Zielgruppe wird durch „Dog Go Fix“ angesprochen. Dabei kann die Leine mit einer Art Gangschaltung zum Beispiel am Rollator befestigt werden. Ein drittes Projekt spricht ebenfalls Hundebesitzer an. „MagnetiX“ erleichtert die oftmals fummeligen Karabiner und andere Verschlüsse an Halsbändern und Geschirr durch eine spezielle magnetische Halterung. „Lumschi“ ist ein erwärmbarer Essenbehälter, bei dem durch eine ungefährliche chemische Reaktion der Inhalt direkt auf Temperatur gebracht wird. Der „Hot Chair“ bietet durch diverse Verstellmöglichkeiten deutlich verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten. Durch flexible „Ohren“ am Sessel, sowie spezielle Materialien, können Umgebungsgeräusche herausgefiltert und damit ein Zwiegespräch auch in Anwesenheit viele Menschen, ermöglicht werden. Durch weitere Veränderungen eignet sich das bequeme Sitzmöbel auch für Gruppenunterhaltungen oder als gemütlicher Sessel mit breiten Armlehnen. Mit „Sport auf Vier Rädern“ – einem Kleintransporter mit großzügiger Ausstattung - sollen insbesondere Senioren an vielen unterschiedlichen Stellen aufgesucht und zu einstündigen, angeleiteten Übungsstunden animiert werden. „Lichtlaufen“ heißt ein Projekt, bei dem kleine, an Masten oder Pfählen angebrachte LED-Lampen, Lichtimpulse für Läufer auf vorgeschlagenen Routen aussenden. Damit ist eine laufende Kontrolle auf der Strecke ermöglicht. Die Intensität ist dabei variabel. Das „Stadträtsel“ ist ein programmierbares Display, mittels dessen man an verschiedenen Stellen in der Stadt über einen QR-Code Fragen beantworten und damit Punkte erzielen kann. Diese könnten beispielsweise in Gutscheinen münden, die von Stadthäger Geschäftsleuten eingelöst werden. Die App „Freshmate“ soll helfen, Lebensmittelverschwendung zu minimieren. Über ein einfach zu bedienendes Menü werden alle frischen Lebensmittel mit Menge und Datum eingetragen. Beim Einkauf ist damit überall nachvollziehbar, was benötigt wird, was noch vorhanden ist und was schnellstens verbraucht werden sollte. Mit dem Hinweis, dass alle Projekte große Anerkennung verdient hätten, kürte die Jury diese vier Ergebnisse zu den besten: „Stadträtsel“, SKYDD, „Lärmsessel“, „Slow Dog“. Zum Schluss gratulierte Professor Spellmeyer allen Studierenden zur Bewältigung der Aufgabe: „Stadthagen.Gesundheit.Für Alle“ – Wohlbefinden und Gesundheit in Stadthagen zu verbessern, sowie zur bestandenen Prüfung.
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