Ein geplanter Gitterzaun ist vor allem ein Grund für Kritik der Anlieger. Dieser 300 Meter lange Metallzaun soll das Gebiet um den große Regenrückhaltebecken abgrenzen. Vor allem Kinder müssten, so Stadtdirektor Uwe Heilmann, vor Gefahren geschützt werden. Die Anlieger fürchten, dass dieser Zaun eine Art „Ghetto-Wirkung” auslöst. Sie weisen in dem Anschreiben an die Verwaltung darauf hin, dass sie zu keinem Zeitpunkt der Planungen über diesen Zaun informiert waren. Und sie können sich vorstellen, dass ein solcher Zaun zu einer Wertminderung ihrer Immobilien führen könne. Dies sei bereits durch den Bau der benachbarten Spanfabrik der Fall gewesen, heißt es in dem Protestbrief weiter.
Von Seiten der Verwaltung wird dies anders gesehen. Heilmann stellt außerdem fest, dass bei einer Anwohnerversammlung im Juni 2010 ausführliche Details zu den Planungen rund um das neue Baugebiet „Leimkaute” und den damit verbundenen Arbeiten für Ausgleichsflächen bekannt gegeben wurden.
Die Anlieger schlagen vor, dass der Zaun verschwenkt bzw. versetzt werden könne. „So, dass eine langweilige und trostlose Wirkung gemindert werden kann. Dazwischen könnten sich Sitznischen und Bänke bzw. Einstellplätze ergeben”, schlagen sie weiter vor. Und genau das ist der Punkt, an dem Heilmann in einem Pressegespräch anknüpft. Die Anlieger sollten sich bitte gedulden, denn am Ende der Arbeiten werde sich der Bereich vor ihren Haustüren in ein parkähnliches Gebiet verwandelt haben. „Wir machen da ´was Schönes draus”, verspricht der Verwaltungschef.
So argumentiert auch Bürgermeister Ralf Sassmann im Verlauf des Neujahrsempfanges im Rodenberger „Ratskeller”. Bei den großflächigen Arbeiten an der Deisterstraße würde es sich um wichtige Maßnahmen für den Hochwasserschutz handeln. Die Stadt mache dort mehr, als für nur Regenrückhaltung zu sorgen. „Wir wollen auch in diesem Stadtgebiet für Abwehr bei besonderen Hochwasserereignissen sorgen”, bekräftigt Sassmann. Er gibt sich zuversichtlich, dass am Ende die direkt betroffenen Anlieger mit der Anlage zufrieden sein werden. Foto:pd