Udo Meyer nahm kein Blatt vor dem Mund. Mit deutlichen Worten nahm er Stellung zu den Vorgängen rund um die Verabschiedung des Samtgemeinde-Etats, der von der CDU abgelehnt worden war (wir berichteten darüber). Seine Unmutsbekundungen zur Vorgehensweise der Verwaltung gipfelte in der Bemerkung: „Der Versuch ist strafbar, uns zu bescheißen!”
Meyer ärgert sich darüber, dass in der Berichterstattung über die Vorgänge bei der Abstimmung über den Haushalt der Eindruck entstanden sei, die CDU sei gegen die Feuerwehren. Das sei mitnichten der Fall, alle in der CDU würden die Arbeit der Brandschützer wertschätzen.
Die Ablehnung habe vielmehr den Grund gehabt, dass die Eishalle Lauenau für 2013 in den Haushalt der Samtgemeinde geraten sei. „Das war nie ein Thema”, konnte sich Meyer ereifern. Es gebe sehr wohl eine Kostenstelle für „Gedeckte Sporthallen” in der Samtgemeinde. Doch die Eishalle habe nie zu diesem Posten gezählt.
Wütend ist Meyer auch darüber, dass mehrere Anfragen im Rathaus über die Aufschlüsselung verschiedener Haushaltsposten bis zur Samtgemeinderatssitzung verweigert worden sind. „Man kann nicht die Einnahmen privatisieren, die Schulden der Allgemeinheit aufbürden”, so die Ansicht des Gruppensprechers weiter.
Auch das nach seinen Worten herrschende „Terminchaos” im Sitzungskalender der Samtgemeinde schmeckt Meyer überhaupt nicht. Mal gebe es in zwei Monaten 25 Sitzungen, dann sei wieder drei Monate Ruhe, dann folgen wieder zehn Sitzungen in zehn Wochen, beschrieb er die Situation.
Kritisch sieht Meyer auch Vorgänge rund um den Gewerbepark Lauenau. Das alles in Summe habe schließlich dazu geführt, dass die CDU gegen den Haushalt gestimmt habe. Und man werde so lange dagegen stimmen, bis sich der Stil in der Verwaltung ändere, kündigte er an. Ganz anders sei die Situation im Messenkämper Rat. Hier herrsche ein gutes Miteinander unter den Fraktionen.
Karl-Heinz Strecker vom Ortsverband schlug in die gleiche Kerbe wie Meyer. Die Verwaltung beantworte Fragen der Gruppe CDU/Grüne nicht. Man habe bereits die Kommunalaufsicht eingeschaltet, so der Fraktionssprecher. Er bezweifelte, dass es die Aufgabe einer Gemeinde sei, Wohnungen zu bauen. Die Schuldenlast des Fleckens liege bei sechs Millionen Euro. Die gelte es, „in guten Zeiten” abzubauen. „Die Zusammenarbeit mit den Grünen funktioniert”, fuhr Strecker weiter fort.
Bei den Vorstandswahlen wurde Thorsten Lück als Vorsitzender bestätigt. Für zwei weitere Jahre wurden auch seine Stellvertreterin Nicole Bruns und Schriftführer Jens Heinzelmann bestätigt. Der langjährig tätige Schatzmeister Hans-Henning Wehl trat nicht mehr zur Wahl an. Sein Nachfolger ist Volker Küper. Der Ortsverband zählt aktuell 42 Mitglieder.
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