Bisher konnte die Familie an der Futterstelle auf der Terrasse ihres Wohnhauses an der Buchenallee Vögel aus nächster Nähe beobachten. Die Eheleute Beermann versorgen die Futterstelle regelmäßig mit Sonnenblumenkernen und Meisenknödeln. Der Ärger fing an, als sie die Knödelsäckchen aufgerissen vorfanden. Vom Inhalt keine Spur. Dann lag das Futterhäuschen mehrmals auf dem Boden. Der Futterspender aus Kunststoff war zerrissen und unbrauchbar. „Zweimal habe ich den Spender durch härten Kunststoff und viel Bastelarbeit ersetzt. Den Deckel habe ich mit Einweckgummi und Hacken gesichert”, erzählt Beermann weiter.
Weil er aber unbedingt die Verantwortlichen für die Taten finden wollte, hat er sich mit dem Fotoapparat auf die Lauer gelegt. Und sah eines späten Abends aus dem Dachfenster den Übeltäter im Scheinwerferlicht: Ein Waschbär saß auf dem Futterhäuschen und schaute keck dem Lichtschein entgegen. „Der hatte keine Scheu und ließ sich auch durch laute Rufe nicht vertreiben”, so Beermann weiter. Im Gegenteil, er machte sich weiter am Futterhäuschen zu schaffen, machte dann einen Satz auf den Boden und trottete davon.
Am nächsten Tag schlichen zwei Waschbären über die Terrasse, die hell beleuchtet war. „Sie blieben vor der Terrassentür stehen, schauten kurz ins Wohnzimmer und machten sich auf den Heimweg”. Um das Futterhäuschen vor erneutem Schaden zu schützen, holen die Beermanns es nun jeden Abend ins Haus. Foto: privat