Die Gründe dafür sieht Polizeihauptkommissar Steffen Arndt auch in baulichen Faktoren. Eine Veränderung von Straßenführungen oder Ampelschaltungen könne Risiken mindern. Arndt lobt in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den Baulastträgern wie dem Landkreis Schaumburg. Im ersten Quartal 2013 sei es relativ ruhig gewesen, was den Bereich Verkehrsunfälle betreffe, so der Beamte weiter.
104 Unfälle mit leichtem Personenschaden und zum Glück eine „Null” in der Rubrik „Verkehrstote” im vergangenen Jahr lassen auch bei Kommissariatsleiter Michael-Andreas Meier eine leichte Zufriedenheit aufkommen. „
312 Geschwindigkeitsverstöße und 258 Gurtverstöße mindern diese Zufriedenheit allerdings. Auch die 70 Personen, die mit Handy am Ohr beim Fahren erwischt wurden, sorgen für Unzufriedenheit. Meier lobt die „fleißigen Kollegen”, die alle betroffenen Verkehrsteilnehmer angehalten und belehrt haben. „Das wirkt mehr als ein Schreiben, dass Tage später im Briefkasten landet”, sind sich Arndt und Meier sicher. Die Polizisten als „Abzocker” zu bezeichnen, hält der Kommissariatsleiter für unangemessen.
Neuralgische Punkte wie die Kreuzung Drei Steine oder die am Kraterzoo sind in den letzten Jahren entschärft worden und gelten daher nicht mehr als „Unfallhäufungsstellen”. Auch für die K 61 seien Veränderungen geplant, die sich nach Meinung von Arndt und Meier positiv auf die Unfallzahlen auswirken werden.
In diesem Jahr wird die Ahndung von Fahrerfluchten einen Schwerpunkt in der Arbeit ausmachen. Zu viele Vorfälle blieben unaufgeklärt, ärgert sich Meier. Das soll sich ändern und daher werden die Beamten bei vorliegenden Fällen auch in Werkstätten vorbeischauen, wo bevorzugt Lackschäden ausgebessert werden. Arndt bezeichnet Fahrerflucht als „höchst sozial schädliches Verhalten” und möchte die Fallzahlen in diesem Bereich ebenfalls nach unten drücken.