Für die Schüler der Diplom-Klavierpädagogin Vera Spindel war es ein großer Tag. In einem Konzert stellten sie im Curanum-Pavillon vor Publikum ihr Können unter Beweis. Die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis siebzehn bewegen sich auf hohem musikalischen Niveau, fünf von ihnen, Victor Maljar, Emely Luther, Anna Klokau, Lewin Wanzek und Lea Reinhold, haben bereits Preise in dem Musikwettbewerb „Jugend musiziert” gewonnen. Die Jüngsten spielen ihre ausgewählten Stücke mit fröhlicher Unbekümmertheit, aber bereits in dem Bestreben, Charakteristisches der Kompositionen hervorzuheben. Die erfahreneren Schüler wagten sich an kompliziertere Kompositionen, wie etwa Präludien von Frederic Chopin oder Sergei Rachmaninows „Elegie” in es-Moll. Katharina Lautenschläger spielte „Doctor Gradus ad Parnassum” von Claude Debussy, Wanzek entschied sich für eine Arabesque des Komponisten, das von rhythmischen und melodischen Verzierungen geprägt ist. Die Sonate Nr. 1 in f-moll von Ludwig van Beethoven wurde von Anna Klokau emotional vorgetragen. Neben den klassischen Anteilen des Konzertes fließen bei Spindel jedoch auch immer wieder moderne Werke ein. Dominik Vauth begeisterte mit einer Rock-Toccata, Lea Reinhold setzte mit einem vierhändig gespielten Boogie einen begeisternden Konzertabschluss. Die hohe Qualität des Konzertes und die jungen Pianisten wurden mit starkem Applaus gewürdigt. Der Flügel, den das Kulturforum Bad Nenndorf regelmäßig kostenlos für die Konzerte zur Verfügung stellt, hat einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieser Veranstaltung geleistet, das abwechslungsreiche Programm ließ keine Langeweile aufkommen. Für die Kinder und Jugendlichen war es eine gute Gelegenheit, persönliche Fortschritte zu machen. „Der Weg zu den heute gebotenen Leistungen ist weit und manchmal hart”, sagte Spindel. „Es beginnt mit der Körper- und Handhaltung, führt über das exakte Notenspiel ohne falsche Töne bis hin zum Erfassen des harmonischen Planes vor jedem Stück. Die Interpretation muss der Klangfarbe des Stückes entsprechen und authentisch sein.” Die Solisten stammen aus der Region zwischen Barsinghausen und Petershagen und arbeiten in einem der Musik-Studios von Spindel in Bückeburg, Stadthagen oder Rodenberg. „Ich arbeite mit meinen Schülern, großes Können gelingt nur mit sehr viel Fleiß.”Foto: privat