Obwohl vor der Tür ein Schild hängt, auf dem darauf hingewiesen wird, dass davor keine Waren abgelegt werden sollen, passiert so etwas immer wieder. Sehr zum Leidwesen der Mitarbeiter. Verständlich sei schon, so Rosemarie Börner von „ümmsüss”, wenn aus Gründen der Diskretion eine Tüte mit ausgefallenen Dessous sozusagen „anonym” vor der Tür abgelegt wird. Aber kartonweise Müll sei nicht willkommen, zumal dieser dann auch noch teuer entsorgt werden müsse.
Der Laden hat keine eigene Restmülltonne, also müssen die ungeliebten Dinge gesammelt und zur Deponie gebracht werden. Anders verhalte es sich mit Bekleidung, führt die Hauptinitiatorin des Ladens weiter aus. Kleidung werde unsortiert entgegengenommen. Mitarbeiter von „ümmesüss” sehen die einzelnen Teile dann durch und sortieren. Was nicht mehr unbedingt für den Umsonstladen geeignet ist, wird einmal in der Woche vom DRK abgeholt. Dort fänden auch solche Textilien noch Verwendung, die stark verschmutzt seien. Rosemarie Börners dringender Appell an alle Spender lautet daher: „Bitte nur Gegenstände bringen, die auch noch gebrauchsfähig sind.”. Der Umsonstladen oberhalb der Fußgängerzone in Bad Nenndorf hat montags und donnerstags geöffnet.