So will es die Tradition, die seit wenigstens 60 Jahren in Altenhagen II gepflegt wird. Früher war der Teilnehmerkreis sogar noch streng legitimiert: Nur konfirmierte und noch nicht verheiratete junge Leute durften sich beteiligen. Zuletzt aber war es nur noch eine private Initiative, die sich verabredete: Der Brauch drohte einzuschlafen.
Erste belebende Impulse gab es im Rahmen des inzwischen beendeten Dorferneuerungsprogramms. Vor dessen Start lief eine Umfrage in der Bevölkerung. Auf einigen Antwortbogen war der Erhalt der Pfingstbaum-Tradition gefordert worden. Die damals gegründete „Arbeitsgemeinschaft Altenhäger Vereine” nahm sich des Themas an: Sie sorgt seit jetzt zehn Jahren für den organisatorischen Rahmen der Baumaktion.
Inzwischen wollen sich auch immer mehr Zuschauer das Spektakel nicht entgehen lassen: Mit langen Seilen, Leitern und viel Muskelkraft schiebt sich die hohe Birke in die für sie vorgesehene Bodenhülse. Ist der Stamm dann fest verkeilt, brandet lauter Beifall auf. Unterdessen steht für die erschöpften Helfer schon ein kühles Bier bereit. Auch das verlangt die Tradition.Foto: al