Im vergangenen Jahr haben neun Familien von der Aktion profitiert. Doris Angerstein geht vorab in die in Frage kommenden Haushalte und informiert sich darüber, wo Hilfe dringend notwendig ist. Die Kinder dürfen einen Wunschzettel schreiben, für die Erwachsenen ist unter Umständen ein Weihnachtsbraten, Kaffee oder eine Leckerei in dem Paket, dass der Weihnachtsmann dann am Heiligen Abend vormittags bei den Empfängern vorbeibringt.
2011 ist soviel Geld zusammen gekommen, dass fünf Kinder in diesem Jahr kostenlos am beliebten Ferienlager in Nienstedt teilnehmen konnten. Und für die Anschaffung von Kleidung und Osternester war auch noch Geld da. Doris Angerstein zeichnet vor allem aus den Begegnungen mit Senioren ein düsteres Bild. „Da gibt es immer mehr Ältere, die leben tatsächlich in Armut. Die haben gerade mal 50 Euro im Monat für Essen und Trinken übrig. Und sind gleichzeitig zu stolz, die ihnen zustehenden Zuwendungen vom Staat in Anspruch zu nehmen”. Das gehe ihr schon sehr nahe, gibt Doris Angerstein zu. Daher ist sie auch überzeugt von der Aktion „Rodenberger für Rodenberger” und sie hofft nun darauf, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger für die Idee erwärmen können und das Spendenkonto füllen.