Der Hülseder Ratsherr Michael Ensslen (Bündnis 90/Die Grünen) hat mit einer Anregung eine Debatte im Rat losgetreten. Er habe den Weg „Hinter der Kirche” benutzen wollen, sei dann aber „vor einem Gatter” wieder umgedreht, weil er die Fläche als gesperrt ansah, berichtete er dem Gremium. Er verlangt nun eine Öffnung der Verbindung, da diese im Straßenverzeichnis stehe und demzufolge auch öffentlich sei. Das sei kein Gatter, befand Bürgermeisterin Marion Passuth (SPD), die den Weg inzwischen in Augenschein genommen hat: „Der Weg ist offen.” Es müssten von Passanten nur die beiden Spanndrähte eines Elektrozauns ausgehängt werden. Der Eigentümer eines Pferdehofes pflege die Trasse und nutze diese. Das bestätigte auch der stellvertretende Gemeindedirektor Günther Wehrhahn.
Dem Anlieger sei vor Jahren von der Gemeinde die Nutzung erlaubt worden mit der Maßgabe, den Weg zu pflegen und seine Begehbarkeit zu ermöglichen. Dies sei der Fall. Wehrhahn räumte allerdings ein, dass es sich um einen gewidmeten Weg handele. Wenn der Rat diesen Abschnitt zwischen St. Ägidienstraße und der Hülseder Kreuzung generell öffnen wolle, habe die Gemeinde auch wieder die Verkehrssicherungspflicht mit den damit verbundenen Kosten. „Die Sache eilt nicht”, riet Passuth nun zu weiteren Beratungen in den Fraktionen. Erst in der nächsten Sitzung soll nach einstimmigem Beschluss entschieden werden, ob alles beim Alten bleibe, der Weg wieder geöffnet oder der Abschnitt sogar entwidmet und dem Anlieger zur dauernden Nutzung angeboten werde.