Planer Ivar Henckel stellte dem Gremium zunächst das Vorhaben vor. Demnach könnte auf dem entsprechenden Grundstück ein Bauplatz entstehen. In der Folge entwickelte sich eine längere Diskussion über die Frage, ob denn tatsächlich der Spielplatz einem Baugrundstück weichen solle. Ratsherr Erwin Biener (WGN) wollte wissen, wie stark die Auslastung des Spielplatzes sei. Stadtdirektor Bernd Reese brachte Kostengründe ins Spiel. Ein nicht zu oft frequentierter Spielplatz könne stillgelegt werden, wenn, wie im vorliegenden Fall, in unmittelbarer Nachbarschaft weitere Spielplätze zur Verfügung stünden. Volker Busse (SPD) erinnerte den WGN-Sprecher daran, dass die Umwandlung im Verwaltungsausschuss mit neun Ja-Stimmen, also auch mit Zustimmung der WGN beschlossen worden sei.
In einer Sitzungsunterbrechung brachten Anlieger ihre Meinung zum Ausdruck. Eine Zuhörerin bestätigte, dass der betreffende Spielplatz in den letzten Jahren zunehmend genutzt werde. Es seien mehr Familien mit Kindern zugezogen. Der stellvertretende Ratsvorsitzende Ralph Tegtmeier schlug vor, die beiden benachbarten Spielplätze durch neue Spielgeräte aufzuwerten.
Nach Auffassung von Frank Steen, Sprecher der WGN, bestehe im Moment keine Not zur Umwandlung. Die planerische Umwidmung müsse dennoch beschlossen werden, entgegnete Volker Busse (SPD) darauf. Zu welchem Zeitpunkt tatsächlich auf dem Spielplatzgelände ein Wohnhaus entstehe, sei zum heutigen Zeitpunkt nicht absehbar, so der Fraktionssprecher weiter. Er beantragte folgenden Passus in den Beschluss mit aufzunehmen: Der Ausschuss für Jugend-, Sport und Kulturangelegenheiten soll sich vor dem Verkauf des Grundstückes mit der Planung für die anderen beiden Spielplatzflächen befassen. Ziel und Zweck der neuen Bauleitplanung ist es, ein Nahverdichtung innerörtlicher Flächen zu ermöglichen. Dieses wiederum soll einer fortschreitenden Ausdehnung von Kommunen „auf der grünen Wiese” entgegen wirken. Das betreffenden Grundstück kann mit einem Wohnhaus mit einem Vollgeschoss bebaut werden.