Mit zwei Konzerten wird das Sinfonieorchester der Schaumburger Landschaft auch in diesem Jahr sein Publikum begeistern. Am Samstag, 3. Oktober, tritt das Ensemble ab 19.00 Uhr in der Martini-Kirche in Stadthagen auf. Wer dieses Konzert verpasst hat, hat am Sonntag, 4. Oktober, eine weitere Gelegenheit, dieses Ausnahme-Orchester in der Marienkirche in Aerzen zu genießen. Hier ist der Beginn bereits um 17.00 Uhr. Die Schaumburger Landschaft ist der einzige Landschaftsverband in Niedersachsen, der ein eigenes Sinfonieorchester unterhält. Das Besondere daran ist neben der Spitzenleistung der Musiker, dass das Orchester in dieser Zusammensetzung ausschließlich diese beiden Konzerte gibt.
Über 30 Jahre Sinfonieorchester
1994 gründete Katharina Kunzendorf das Orchester. Seitdem begeistern die Musikerinnen und Musiker alljährlich die Freunde klassischer Musik immer wieder aufs Neue. Seit über 25 Jahren führt Siegfried Westphal den Taktstock und leitet als Dirigent mit seiner feinfühligen Art des Umgangs die fast 60 engagierten Laienmusiker, fortgeschrittenen Instrumentalschüler sowie einige Profis auf ein Niveau, auf das die Musiker, aber auch die Schaumburger Landschaft, stolz sein können, betonte die Geschäftsführerin des Landschaftsverbands, Lu Seegers, im Pressegespräch. Jahr für Jahr treffen sich die Orchestermitglieder an vier Wochenenden, um das neue Konzertprogramm zu erarbeiten. Violistin Beate Herbig ist dabei nicht nur Orchestermitglied. Sie ist mit einem fünfköpfigen Team verantwortlich für die Gesamtorganisation, von der Planung, über die Probenwochenenden bis zu den beiden Höhepunkten – den Jahreskonzerten. In diesem Jahr wird es romantisch.
Sätze von Franz Schubert und Robert Schumann
Das Konzert startet mit der Sinfonie Nr. 8 in h-Moll (D 759) mit zwei Sätzen von Franz Schubert (1797-1828). Dieses Stück, die „Unvollendete“, zählt zu den eindrucksvollsten und bewegendsten Sinfonien des 19. Jahrhunderts (aus dem Programm). Robert Schumann (1810-1856) folgt mit seiner Sinfonie Nr. 4 in d-Moll op. 120. „Es ist ein Werk aus der tiefsten Seele geschaffen“, notierte Clara Schumann in ihrem Tagebuch. Die Komposition hatte Robert Schumann 1841 als Geburtstagsgeschenk für seine Frau geschaffen. „Wenn die Liebe fehlt, fehlt auch die Musik“ (Robert Schumann). Der Eintritt für beide Konzerte ist kostenlos. Gebeten wird jedoch um eine Spende, damit die außerordentliche Arbeit des Orchesters auch zukünftig fortgesetzt werden kann.
„Es sind die Menschen, die hier wirken!”