Beim Gottesdienst zum 100-jährigen Jubiläum des Posaunenchores Seggebruch empfingen rund 50 eigene und befreundete Bläser die Gemeinde. Während die Choräle sonst von der Empore nur zu hören sind, wurde das engagierte Spiel der Musiker direkt im Altarraum für die zahlreichen Gäste so auch sichtbar.
In seiner Begrüßung erinnerte Pastor Hans-Angelus Meyer nicht nur an die acht Konfirmanden, mit denen 1926 die Posaunenchorarbeit begann, sondern auch an die Eiche, die in demselben Jahr von eben dem Konfirmandenjahrgang am Eingang des Kirchplatzes gepflanzt wurde. „Seitdem sind sowohl Baum als auch Posaunenchor gewachsen und prägen das Bild der Kirchengemeinde“, so die Organisatoren in einer Pressemeldung.
In seiner Predigt führte Superintendent im Ruhestand Burkhard Peter aus, wie dieser Vers aus Psalm 150 „Lobet Ihn mit Posaunen; alles was Odem hat, lobe den Herrn“ immer wieder Menschen inspiriert hat. „Der eigene Atem wird zur Kraftquelle und lässt durch das Instrument Musik entstehen, die Menschen berührt. Aber auch zu Worten, die konkret Stellung beziehen zu politischen und gesellschaftlichen Strömungen.“
Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf sprach dem Posaunenchor seinen Dank für die vielen Übungsstunden und Auftritte aus. Zusätzlich zu der Anerkennung für die Mitspielenden überreichte Landesposaunenobfrau Inga Troue 15 Goldene Verdienstnadeln, 5 Silberne und 6 Bronzene nebst zugehörigen Urkunden für langjährige Mitarbeit.
Der Chor überreichte seinem Leiter Jörn Jedamski eine Sweatjacke mit der Aufschrift „So sieht der beste Chorleiter der Welt aus“. Dessen Frau Kerstin Jedamski erhielt einen Blumenstrauß, „da sie ihrem Mann bei seinem Ehrenamt immer zur Seite steht“. Im Anschluss spielte der Posaunenchor im festlich geschmückten Gemeindehaus noch etliche Stücke, bevor der Nachmittag mit Bratwurst, Pizza, Kaffee und Kuchen zu Ende ging.
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