Der russische Angriffskrieg ging die Ukraine geht am 24. Februar in sein fünftes Jahr. Er fordert tagein, tagaus Tote und Verletzte. Die Hamelner Hilfsorganisation Interhelp hatte bereits kurz nach der Annexion der Krim im März 2014 erste humanitäre Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Aktuell bereiten die Ehrenamtlichen wieder einen großen Hilfstransport vor. Er soll so bald wie möglich starten.
In Hameln und Bückeburg sortieren und verpacken ehrenamtliche Helfer der Hilfsorganisation Interhelp jetzt wieder gespendete medizinische Hilfsgüter für die Ukraine. Interhelper Tom Beck hat dafür eine Halle kostenlos zur Verfügung gestellt. „Wir haben medizinische Geräte, komplette Praxiseinrichtungen und sogar ein Pflegebett bekommen“, sagt Interhelp-Vorsitzender Ulrich Behmann. Die Hamelner Ärztin Katrin Niederhut und der Bückeburger Arzt Ulrich Mohr haben einen Großteil der Spenden bereitgestellt, Interhelp-Mitglied Hannelore Radke steuerte ein neuwertiges Pflegebett bei. Der THW-Ortsverband Hameln, mit dem Interhelp seit Jahren zusammenarbeitet, holte die Spenden mit Lastwagen ab und brachte sie in ein Zwischenlager. „Das ist doch Ehrensache“, sagt THW-Chef Tobias Tasler. „Wir Ehrenamtler halten zusammen.“ Der Bückeburger Arzt Ulrich Mohr sagt: „Die Abholung der Praxisausstattung durch das Technische Hilfswerk hat sehr gut geklappt. Das ist eine nette und hilfsbereite Truppe. Ich hoffe, dass die medizinischen Geräte, mit denen ich gearbeitet habe, in der Ukraine noch vielen Menschen helfen werden.“ Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, der selbst an der polnisch-ukrainischen Grenze mit Interhelp im Einsatz war, ruft weiter zu Spenden auf. „Jeder Euro hilft. Bitte helfen Sie uns helfen“, sagt das Interhelp-Vorstandsmitglied.
Weiterführende Informationen gibt es auf der Website www.interhelp.info. Dort gibt es Details zu Spendenkonten und zu allen laufenden Aktionen.