Am Samstagabend alarmierten Anwohner die Polizei in Stadthagen nach Meldungen von Schüssen aus einem Wohnhaus im Rebhuhnweg. Gegen 20 Uhr sollen Schüsse mit einer bislang unbekannten Waffe gefallen sein.
Großeinsatz mit Warnung an Anwohner
Die Beamten sperrten den Bereich großräumig ab, forderten Verstärkung an und gaben eine Warnmeldung an die Bevölkerung heraus. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben, während Spezialkräfte den mutmaßlichen Schützen suchten. Der 34-Jährige zeigte sich gegenüber der Polizei höchst unkooperativ, konnte aber letztendlich festgenommen werden. Dabei erlitt er leichte Verletzungen.
Glücklicherweise kam es zu keinen weiteren Personenschäden. Die Absperrungen wurden gegen 23 Uhr aufgehoben, und die Lage entspannte sich rasch. Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg prüft nun die genauen Umstände und die Art der Waffe. Es bleibt unklar, ob es sich um eine echte Schusswaffe handelte oder um etwas anderes – die Untersuchungen dauern an.
Nachtrag vom 16. Februar:
Ersten polizeilichen Erkenntnissen zufolge soll ein 34-Jähriger Stadthäger mehrere Schüsse in die Luft abgegeben haben. Nach der Ingewahrsamnahme des Mannes wurde dessen Wohnung durchsucht. Die Polizei fand u.a. eine Schreckschusspistole, diverse Schreckschussmunition sowie Teleskopschlagstöcke und stellte die Gegenstände sicher. Eine scharfe Schusswaffe wurde nicht aufgefunden. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,11 Promille. Der 34-Jährige wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen noch in der Nacht aus dem Gewahrsam entlassen.