Zwischen kiloweisen Edelsteinen und Gottesdiensten | Schaumburger Wochenblatt

Zwischen kiloweisen Edelsteinen und Gottesdiensten

Das Kirchenzelt - als Beheimatung der Kirchen auf der Laga. (Foto: gk)
Das Kirchenzelt - als Beheimatung der Kirchen auf der Laga. (Foto: gk)
Das Kirchenzelt - als Beheimatung der Kirchen auf der Laga. (Foto: gk)
Das Kirchenzelt - als Beheimatung der Kirchen auf der Laga. (Foto: gk)
Das Kirchenzelt - als Beheimatung der Kirchen auf der Laga. (Foto: gk)

Die evangelische und katholische Kirche wirkten aktiv auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf mit. Sie präsentierten sich mit ihrem Kirchenzelt als offener und lebendiger Ort der Begegnung. Bereits vor dem offiziellen Abschluss dieser Großveranstaltung zieht das Kirchen-Projektteam eine Bilanz mit überraschenden Zahlen und Fakten.

Insgesamt 96 Erdnägel wurden benötigt, um den Kirchenpavillon absolut wetterfest zu verankern. Im Laufe der 173 Veranstaltungstage wurden 11,6 Kilogramm Edelsteine im Sand verbuddelt, die von kleinen und großen Gästen begeistert gesucht – und gefunden wurden. Am äußerst beliebten Segensbaum wurden 960 Holzherzen und unzählige weitere Herzen aus Tonkarton befestigt.

Projektleiterin Pastorin Anja Sievers, Bad Nenndorf, berichtet rückblickend: „Wir sind mit dem Bestellen der Herzen nicht nachgekommen, weil so viele Meschen ihre Hoffnungen und Bitten loswerden wollten!“ Auch der Segensautomat war ein absoluter Publikumsliebling.

Ganze 6.300 Segensbänder wanderten in die Hände der Besucherinnen und Besucher. Und sorgten für eine kleine religiöse Erinnerung an die diesjährige Landesgartenschau.

Neben den 173 Mittagsgebeten und 26 Gottesdiensten auf der großen Hauptbühne gab es auch emotionale Highlights: Die Menge an Freudentränen bei den zwölf Hochzeiten und 28 Taufen wird auf drei Liter geschätzt.

Möglich gemacht wurde der tägliche Betrieb durch das überwältigende Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort. „Insgesamt waren 200 Ehrenamtliche täglich im Einsatz. Alle Schichten konnten immer besetzt werden“, betont Projektleiterin Sievers stolz.

Besonders bemerkenswert ist, dass gerade die spirituellen Formate die Menschen angezogen haben. „Das Mittagsgebet war ein Magnet und die wirklich christlichen Angebote wurden am besten angenommen“, so Sievers. Ein besonderer Zuschauermagnet war mit 600 Menschen das Erntedankwochenende mit seinem Gottesdienst.

„Ein so intensives und gesegnetes Projekt lässt sich nicht einfach wie ein Gartentor schließen“, so Sievers weiter. Um gemeinsam für die erlebte Zeit Danke zu sagen, Erlebtes zu feiern und auf das zu blicken, was bleibt, laden die beteiligten Kirchen zum Abschlussgottesdienst am Sonntag, 18. Oktober, 16 Uhr auf der Möbel-Heinrich-Bühne der Landesgartenschau in Bad Nenndorf ein.

Unter www.landesgartenschau-badnenndorf.de/anmeldung-abschlussfeier können sich Besucher zur Abschlussfeier anmelden, wenn sie keine Eintrittskarte haben. Von 12 bis 14 Uhr findet auf der Möbel-Heinrich-Bühne die offizielle Abschlussfeier statt, an die sich um 16 Uhr der Gottesdienst anschließt.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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