Zahnbürste, eine Zahnpasta und ein Stück Seife gehören für Sabine Fischer und Jutta Wesemann unbedingt in den Karton. Wesemann organisiert in der Hohnhorster Martinsgemeinde seit vielen Jahren die Sammelaktion vor Ort. „Viele Kinder haben keine Möglichkeit, sich zu waschen oder ihre Zähne zu putzen, weil es an dem Notwendigsten fehlt,” sagte Wesemann zum Auftakt der diesejährigen Aktion. Was genau in die Geschenke darf, ist in einem Flyer aufgeführt. Darin sind auch Aufkleber und Überweisungsträger, um das Päckchen sicher zu den Kindern zu bringen. Zwar geschieht der Löwenanteil der Arbeit im Ehrenamt. Doch die Logistik für mittlerweile eine halbe Million Schuhkartons, die insgesamt in Deutschland zusammenkommen, kostet Geld. Sechs Euro sollten die Päckchenpacker also einplanen, die sie als sogenanntes „Schickegeld” überweisen. Für alle die, die keinen Karton Packen wollen oder können, gibt es die Möglichkeit, einen zu adoptieren. Denn manchmal wird das „Schickegeld” vergessen, sodass ein Pate für ein Päckchen sehr willkommen ist.
Mit dem aktuellen Gemeindebrief kommen die Flyer für „Weihnachten im Schuhkarton” in jeden Haushalt der Martinsgemeinde. Wer noch mehr braucht, bekommt sie im Schuhhaus Knoche. Denn immer mehr Menschen belassen es nicht bei einem Schuhkarton, berichtet Sabine Fischer. „Von Jahr zu Jahr werden es mehr.” In Lindhorst habe eine Frau insgesamt zehn bunt verpackte Kästen abgegeben. Foto: ih