Sicherheitskonzept für die Landesgartenschau in Kraft gesetzt | Schaumburger Wochenblatt

Sicherheitskonzept für die Landesgartenschau in Kraft gesetzt

Sicherheit auf Großveranstaltungen ist mehr als nur das setzen von Betonsperren. (Foto: gk)
Sicherheit auf Großveranstaltungen ist mehr als nur das setzen von Betonsperren. (Foto: gk)
Sicherheit auf Großveranstaltungen ist mehr als nur das setzen von Betonsperren. (Foto: gk)
Sicherheit auf Großveranstaltungen ist mehr als nur das setzen von Betonsperren. (Foto: gk)
Sicherheit auf Großveranstaltungen ist mehr als nur das setzen von Betonsperren. (Foto: gk)

Großveranstaltungen wie Landesgartenschauen sind ohne Sicherheitskonzept nicht durchführbar. Und wer danach fragt, denkt eventuell an entsprechende Vorfälle auf Weihnachtsmärkten, in denen es zu Personenschäden kam.

In Bad Nenndorf wurde alles vorbereitet, um sich gegen derartige Vorfälle abzusichern. Verantwortlich hierfür ist in jedem Fall der Veranstalter, also die Landesgartenschau Gesellschaft Bad Nenndorf gGmbh.

„Bereits im Jahr 2024 habe ich mit den Planungen für das Sicherheitskonzept in Bad Nenndorf begonnen und seitdem mit allen Beteiligten im Austausch und in Abstimmung dazu befunden“, erklärt Mathias Märker, Fachplaner für Besuchersicherheit, der eigens für die Landesgartenschau für ein Sicherheitskonzept engagiert wurde.

Kostenpunkt: „Die Kosten für das Konzept belaufen sich auf einen niedrigen fünfstelligen Bereich“, so Märker auf Anfrage. „Inzwischen wurde das Sicherheitskonzept von allen Mitwirkenden unterschrieben und kann umgesetzt werden.“

Sein Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Sicherheitsschutz innerhalb des Geländes. „Ich habe für alle Sicherheitsabläufe innerhalb der Veranstaltung die notwendigen Pläne entwickelt. Hierzu gehören auch die baulichen Voraussetzungen, Beleuchtung, Brandschutz und Fluchtwege. Alles ausgehend von einer Kapazitätsberechnung von 20.000 Bessuchern pro Tag, die wir so sicherlich nicht erreichen werden.“

Sein Sicherheitskonzepte wurde mit der Veranstaltungsleitung, der Polizei, Feuerwehr, DRK und mit den Behörden einvernehmlich abgestimmt, „um einen Weg zu finden, der auch umsetzbar ist“, so Märker. „Und das funktioniert auf Veranstaltungen meistens nur durch den Einsatz von Personal. Sicherheits- beziehungsweise Ordnungspersonal.“

Im Bereich der Landesgartenschau werden sogar zwei Sicherheitsdienste zum Einsatz kommen, neben den Ehrenamtlichen Ordnungsdiensten. Ein Sicherheitsdienst wird demnach für die Großkonzerte auf der Esplanade eingesetzt und ein weiterer auf dem Gelände der Landesgartenschau.

„Beide sind selbstverständlich miteinander verzahnt. Denn beispielsweise bei einem Fall der notwendigen Räumung des Geländes, müssen sie auf jeden Fall Hand in Hand arbeiten können und die Abläufe gewährleisten. Und das Sicherheitskonzept beschreibt genau, was bei welchem Fall zu geschehen hat.“

Können Personen tatsächlich besonders gut für Sicherheit sorgen? – Märker: „Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass sich Menschen in Notsituation am besten von Menschen leiten lassen. Ein Beispiel dazu: Sobald jemand eine Warnweste anhat, folgen die Menschen ihm nahezu automatisch. Daher ist die wichtigste Sicherheitsmaßnahme die personelle Besetzung, die auch weiß, was sie im Falle des Falles zu tun hat. Abgesehen davon müssen selbstverständlich auch ausreichend Fluchtswege zur Verfügung stehen.“

So zum Beispiel bei Unwetter: „Da müssen alle Sicherheitsdienste den Ablaufplan in dieser Situation kennen, ab wann, wie reagiert werden muss, beziehungsweise wann eine Räumung des Geländes einzuleiten ist.“

Personenübergriffe könne man letztlich nie ausschließen. „Sie gehören zum Restrisiko in der Gesellschaft, was getragen werden muss.“ In einem derartigen Fall sie die Polizei die zuständige Instanz.

Um möglichst schnell in einem Notfall auf dem Gelände der Landesgartenschau reagieren zu können, habe er für die Einrichtung sogenannter Notfallpunkte gesorgt, die als Koordinaten an Kreuzungspunkten angebracht sind.

„Mithilfe dieser Notfallpunkte kann schnell um Hilfe gebeten werden, da der Einsatzort klar beschreibbar ist und somit schnell aufgefunden wird.“ Auf einem Gelände von rund 34 Hektar eine sehr notwendige Einrichtung, um Sicherheit zu garantieren.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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