„Leider müssen wir seit ein paar Tagen Beschädigungen an den aufgestellten Symboldarstellungen der für Planeten am Planetenwanderweg feststellen“, teilt Ole Gleiche, Pädagoge am Gymnasium Bad Nenndorf und der Initiator der neuen Einrichtung, dieser Zeitung mit. Gleichzeitig bittet er um Unterstützung, um weitere Schäden verhindern zu können.
„Nach Augenzeugenberichten scheint es sich um eine Gruppe von vier Jugendlichen zu handeln, zwei Jungen und zwei Mädchen, die mutwillig an den Schildern kippen und Biegen, damit sich die Befestigungen lösen. Bei der Darstellung des Planeten Saturn wurde sogar die Plexiglasabdeckung abgelöst“, erläutert Gleiche.
„Hiermit wurde laut einer Augenzeugin auf dem Boden gespielt. Stark beschädigt wurde das Teil von einem Spaziergänger am Weg gefunden und beim Ordnungsamt abgegeben. Auch an weiteren Planeten – Neptun und Jupiter – wurde versucht, sie vom Steinsockel abzutrennen.“
Die vermutlichen Täter, die Jugendlichen, sind bisher unbekannt. Daher bittet er um Unterstützung, um die Täter zu finden und weitere Schäden zu verhindern. „Vielleicht gibt es Augenzeugen von dem Vorgang, die uns hierbei helfen können.“ Sollte das der Fall sein, so könne man sich an ihn wenden. Um diesem Vandalismus zu begegnen, „planen wir außerdem, eine Anzeige zu erstatten“, so Gleiche.
Die Fotos lassen die Schäden deutlich erkennen: Die Plexiglasscheibe an der Uranus-Stele wurde von der tragenden Metallscheibe entfernt und die Metallscheibe soweit von der Betrachterseite aus weggedreht, dass sie nicht mehr zum Weg zeigt.
Deutlich zu erkennen ist auch der Schaden an der Neptunscheibe, die Kratzspuren auf der Rückseite des Objekts, die dadurch entstanden, dass auch die Neptunscheibe soweit gekippt wurde, dass sie an der gegenüberliegenden Steinkante der Stele aufgescheuert wurde.
Der Planetenwanderweg wurde erst vor einem Monat offiziell seiner Bestimmung übergeben, damit auch die Gäste der Landesgartenschau in Bad Nenndorf davon profitieren können. Unterstützt von einer innovativen App wird der Spaziergang zu einem kosmischen Erlebnis.
Die rund zwei Kilometer lange Strecke führt vom Kreisel am Bahnhof, an der Bahnhofstraße entlang über die ehemalige Bahntrasse bis zur B65 nahe dem Krater. Entlang des Weges sind die Planeten unseres Sonnensystems maßstabsgetreu angeordnet. Ein Meter entspricht dabei etwa zwei Millionen Kilometern im All.
„Dieses Projekt konnte dank unserer Premium-Partner, dem Bauhof der Gemeinde Bad Nenndorf sowie den Spenden aus zahlreichen Veranstaltungen durch den Astronomie-Oberstufenkurs des Gymnasiums Bad Nenndorf verwirklicht werden“, hob Marion Kramer, die Vorsitzende des Förderverein Bad Nenndorf, Laga 2026 e.V. anlässlich der Eröffnung hervor.