Ein Mann, der sich als Scherenschleifer ausgab hatte zur Mittagszeit bei einer Anwohnerin am Schwefelweg geklingelt. Nachdem diese keinen Auftrag für ihn hatte, begab er sich zum Nachbarhaus. Dort sah die Frau einen weiteren Mann. Als bei den Nachbarn niemand öffnete, witterten die Männer anscheinend ihre Chance und machten sich an der Terrassentür zu schaffen. Daraufhin verständigte die Nachbarin gegen 12.45 Uhr die Polizei. Diese waren sofort in Alarmbereitschaft, hatte es doch am Vortag eine Einbruchsserie im Horster Feld gegeben. Mit allen vorhandenen Kräften rückte die Bad Nenndorfer Polizei aus und riegelte die Einfallstraßen zu dem Baugebiet nach allen Seiten ab. Der Polizeihubschrauber aus Hannover suchte das Gebiet aus der Luft ab. Um die Witterung der Einbrecher aufzunehmen, waren sechs Hundeführer mit Spürhunden im Einsatz, die aus Nienburg und Hameln angefordert wurden. Trotz umfangreicher Suche konnten die Täter nicht gefasst werden. Um 15 Uhr brachen die Polizisten die Fahndung ab. Das Diebesgut aus dem Haus am Schwefelweg ließen die Einbrecher auf ihrer Flucht zurück. Nach Angaben der Polizei war einer der Männer dunkel gekleidet, der andere habe eine dunkle Mütze mit einem hellen Querstreifen getragen. Beide seien ausländischer Herkunft gewesen. Die Polizei schließt derzeit nicht aus, dass die selben Täter bereits am vergangen Mittwoch drei Einbrüche an der Doudevillestraße und am Lise-Meitner-Weg begingen. Zwischen 10 und 13.50 Uhr waren sie durch Einschlagen der Terrassentürscheiben in die Häuser eingedrungen.
Die Einbrecher erbeuteten unter anderem Bargeld, Schmuck und mehrere Notebooks. Der Schaden wird auf etwa 5000 Euro geschätzt. Am Abend nach der Großfahndung kam es in Kreuzriehe zu einem weiteren Einbruch. Dort wurde ebenfalls die Terrassentür eingeschlagen und Goldmünzen sowie diverser Schmuck gestolen. Der Schaden wird erneut auf etwa 5000 Euro geschätzt. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich um die selben Täter wie in Bad Nenndorf handelt könnte. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die Beobachtungen vor allem in Bezug auf ein mögliches Fluchtfahrzeug gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei Bad Nenndorf unter 05723/94610 in Verbindung zu setzten. Foto: rp