Mit viel Erfolg, wie ihr die stellvertretende Landrätin bei der Verleihung des Verdienstordens bescheinigte. „Sie haben den Verein nach vorne gebracht. Er hat einen guten Ruf und kann beachtliche Erfolge vorweisen”, wusste Hartmann-Grolm in der Laudatio zu verlesen. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde Jutta Schneider jetzt von höchster Stelle geehrt. „Sie sind der Motor des Vereins”, stellte Hartmann-Grolm fest. Viele Wegbegleiter von Jutta Schneider waren bei der Verleihung im „Rosensaal” vom Grandhotel „Esplanade” anwesend und sparten nicht mit Applaus, nachdem ihr das Ehrenzeichen feierlich angesteckt worden war.
Die Laudatorin hob ausdrücklich die besondere Bedeutung des Ehrenamtes hervor. Eine funktionierende Gesellschaft sei auf Menschen wie Jutta Schneider angewiesen. „Sie sind der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält und prägt”, ergänzte Hartmann-Grolm.
Jutta Schneider gehört seit 1990 dem Vorstand des Tierschutzvereins Rodenberg, Bad Nenndorf und Umgegend an. Seit 1996 ist sie 1. Vorsitzende. Unter ihrer Leitung habe der Verein neue Wege beschritten. Sie und ihre Mitstreiter suchten nach einer Lösung für das Unterbringungsproblem von Fund- und Abgabetieren. Jahre lang hatten Jutta Schneider und ihre engagierten Helfer diese Tiere in ihren Privatwohnungen untergebracht. Mit der Inbetriebnahme der Tier- Auffangstation neben der Bad Nenndorfer Kläranlage konnte die Situation entschärft werden. Jetzt finden hier Hunde, Katzen, Hamster, Echsen oder Vögel eine Obhut auf Zeit.
Die stellvertretende Landrätin hält Jutta Schneider auch für eine „Expertin in der Aquise”. Sie bemühe sich um Spendengelder, sorge für zusätzliche Finanzmittel durch Sammlungen und Verkäufen auf Flohmärkten. Bei ihrer Arbeit könne sie mittlerweile auf ein dichtes Netzwerk von Helferinnen und Helfern zurückgreifen. Der Tierschutzverein Rodenberg, Bad Nenndorf und Umgegend sei durch sie etabliert.
Ihre Arbeit für den Verein und in Not geratene Tiere gehe über das normale Maß hinaus. Sie sei Tag und Nacht im Einsatz, stelle ihre persönlichen Belange oftmals zurück. Von Vorteil sei der von ihr gepflegte enge Kontakt mit den Behörden. 2003, erinnerte Hartmann-Grolm, war sie bereits von der Samtgemeinde Nenndorf für ihren ehrenamtlichen Einsatz geehrt worden.
Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese bezeichnete den Anstoß für die Verleihung des Verdienstkreuzes als „tolle Idee”. Damit könne Jutta Schneider jetzt eine weitere herausragende Auszeichnung vorweisen. Die öffentliche Hand könne nicht das leisten, was der heimische Tierschutzverein an Arbeit bewältigen würde. „Sie sind uns eine große Hilfe und herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit”, so Reese. Sein Rodenberger Amtskollege Uwe Heilmann hatte den lobenden Worten Reeses nichts hinzuzufügen. Nur die Bemerkung mit Blick auf den Orden: „Das steht Ihnen wirklich ausgezeichnet!” Der sichtlich gerührten Jutta Schneider blieb am Ende nur ein kurzes Dankeschön - mit dickem Kloß im Hals. Foto:pd