Bei einem Ortstermin präsentierten Schulleiter Torsten Rolke und Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese die neuen Räume und informierten über die Besonderheiten. Die Decken absorbieren den Schall. Die akustische Pinnwand sorgt für zusätzliche Dämmung aller störenden Nebengeräuschen. Die drei betroffenen Kinder bringen ihre Hörgeräte mit in den Unterricht und die Lehrer haben das dazu gehörige Sprechgerät. Die Räume sind mit Bedacht ausgewählt worden. Sie liegen dezentral und über ihnen befinden sich keine anderen Räume.
Voll des Lobes über die Investitionsbereitschaft des Schulträgers für diese besondere Ausstattung ist Schulleiter Rolke. Nach seinem Wissensstand sei die Samtgemeinde Nenndorf eine von wenigen Kommunen, die sich um hörbehinderte Kinder kümmern würde. Der Bedarf würde steigen, erklärte Rolke weiter. Hörschäden kämen immer häufiger vor. Langfristig müsse es daher ein Ziel sein, alle Räume an der Schule so speziell auszurüsten. Dieser Forderung konnte auch Reese nur zustimmen. Gegen den Trend steigen die Schülerzahlen an der Berlin-Schule. 360 Jungen und Mädchen besuchen im neuen Schuljahr die Einrichtung an der Bahnhofstraße. Weil zum Beginn des neuen Schuljahres dringend noch ein Klassenraum benötigt wurde, ist im Souterrain aus dem ehemaligen Archiv und dem Besprechungsraum ein neuer Raum für Erstklässler entstanden. 15 000 Euro hat die Samtgemeinde dafür investiert. Lange habe man nach einer Lösung gesucht. Alternativ sei unter anderem diskutiert worden, im Pavillon der Außenstelle des Gymnasiums einen Raum herzurichten.
Mit der jetzt realisierten Lösung seien alle Verantwortlichen einverstanden. „Das nimmt uns den Druck für ein Jahr”, erläuterte Rolke.
Im nächsten Jahr rechnet der Pädagoge mit einer Vierzügigkeit. Der neue Raum im Souterrain ist für Erstklässler besonders gut geeignet, weil man von dort aus rasch in den Garten gelangt, um sich an der frischen Luft auszutoben. Foto:pd