„Akademische” Angebote soll es auch wieder für Kinder geben, und zwar komprimiert an einem Tag, am Donnerstag, dem zweiten August. Durch die abermalige finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Schaumburg können an dem Tag alle vier Veranstaltungen zum Nulltarif besucht werden - soweit die Plätze reichen. Dabei dürfen sich die ganz jungen Leute auf einige spannende Vorträge gefasst machen.
In den verschiedenen Vorträgen erzählen Universitäts-Professoren und Dozenten, worüber sie forschen. Die Veranstaltungen im Familienzentrum an der Ostertorstraße dauern jeweils 90 Minuten. Mitmachen dürfen ausschließlich Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. -
„Wie die Wikinger lebten und die Meere bereisten”, heißt zum Beispiel bei der Veranstaltung mit Katrin Schaper (neun bis 10.30 Uhr). Wickie, den schlauen Wikingerjungen aus Film und Fernsehen kennt wohl fast jeder - aber wie sieht es mit den Vorbildern aus? - In der Vorlesung begeben sich die Teilnehmer auf eine Reise zu den echten Wikingern, die vor über 1000 Jahren die Meere der Welt unsicher machten. Dabei lernen die jungen Studenten unter anderem das Leben in Skandinavien kennen, gehen auf Entdeckerfahrt und landen sogar in Amerika. Und am Ende steht eine Einführung in die Runen-Schrift der Wikinger auf dem Programm - bevor die Kinder mit einem „Wikinger-Diplom” heimgehen dürfen. Um Energie-Fragen geht es zur gleichen Zeit in dem Seminar mit der Diplom-Biologin Eva von Löbbecke-Lauenroth. „Über Energie reden wir dauernd,” heißt es in der Ankündigung, „und wir ‚benutzen‘ sie jeden Tag: Für warmes Wasser, für die Playstation, für den Backofen, für Autos und Flugzeuge. - Aber was ist Energie eigentlich? Wo kommt sie her und wie kann man sie herstellen? Kann man sie überhaupt herstellen?” Über diese Fragen soll gemeinsam nachgedacht werden. Im praktischen Teil werden einige Experimente durchgeführt, die zeigen, was Energie eigentlich ist und was man damit so alles machen kann.
„Chips einmal anders” lautet das Thema in der Veranstaltung mit dem Ingenieur Dr. Hartwig Jeschke (10:45 bis 12:15 Uhr). Ob digitales Fernsehen oder kleine tragbare Geräte, auf denen die eigene Lieblingsmusik oder Videos abgespeichert werden: Bild- und Tonsignale werden heute digital verarbeitet, damit die zu speichernden Datenmengen verringert werden. In dem Zusamenhang erfahren die Kinder, was digitale Signale eigentlich sind, wie die Signalverarbeitung bei mp3 und für das digitale Fernsehen funktioniert und warum man dafür Chips benötigt. Foto: km